Die positive Nachricht lautet: 77 Prozent der Azubis sind zufrieden mit ihrer Ausbildung. 13 Prozent klagen aber auch über ausbildungsfremde Tätigkeiten und sogar 40 Prozent über Überstunden.
DGB-Landeschef Guntram Schneider kritisierte, noch immer würden viele Auszubildende lediglich als "billige Arbeitskraft" gesehen. Das zeige die Tatsache, dass nur rund ein Viertel der Lehrlinge mit einer Übernahme rechnen können. Die Arbeitgeber müssten deshalb mehr als bisher dafür sorgen, dass die Jugendlichen optimal ihren künftigen Beruf erlernen könnten. Zugleich zeige eine Zufriedenheitsquote von 77 Prozent aber, das hochwertige Ausbildung möglich sei, fügte Schneider hinzu. Der SPD-Politiker Rainer Schmeltzer, sprach laut "RP online" von einem "Warnsignal". Er fügte hinzu: "Wenn 40 Prozent aller Auszubildenden regelmäßig Überstunden machen müssen, hat das nichts mehr mit Ausbildung, sondern nur noch mit Ausbeutung zu tun."
Laut der Umfrage sind angehende Bankkaufleute, Fachinformatiker, Mechatroniker sowie Industrie- und Bürokaufleute am zufriedensten mit ihrer Ausbildung. Unzufrieden sind vor allem die Auszubildenden im Friseur-, Garten-, Lebensmittel- und Mediengewerbe. Bei der Zufriedenheit mit der Ausbildung spielt nach Feststellung des DGB auch die Firmengröße eine Rolle: Je größer der Betrieb, desto besser in der Regel die Ausbildung.

