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06.01.2010

Azubi-Gehälter 2009 deutlich gestiegen

Im Westen wird immer noch mehr verdient als im Osten

Die Gehälter für Azubis sind 2009 zwar so kräftig gestiegen wie seit 14 Jahren nicht mehr. Doch was heißt das schon? Die meisten Lehrlinge kommen nach wie vor kaum mit ihrem Einkommen aus. Und die Kluft zwischen den Berufen ist krass: Binnenschiffer verdienen fast 1000 Euro monatlich, Friseur, Bäcker- und Maler-Azubis weit weniger als die Hälfte.
baustoffwissen.de: Grafik BIBB
(Grafik vergrößern)
Relativ hohe Ausbildungsvergütungen wurden in Industrie und Handel erreicht.
Grafik: BIBB
Leider sagt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), das die Zahlen zu den Azubi-Gehältern gestern bekannt gegeben hat, nichts über den Verdienst von Auszubildenden zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Ein Anhaltspunkt könnten die Kollegen im Einzelhandel sein. Sie verdienten 2009 im Schnitt 621 Euro im Osten und 704 Euro im Westen. Damit liegen Sie knapp über dem Durchschnitt. Insgesamt verdiente ein Auszubildender im vergangenen Jahr in Westdeutschland im Schnitt 679 Euro brutto pro Monat, in Ostdeutschland 595 Euro. Das sind 3,3 Prozent beziehungsweise 4,9 Prozent mehr als im Vorjahr.
Große Unterschiede in der Höhe der Vergütungen gibt es nach wie vor zwischen Ost und West sowie zwischen den Geschlechtern. Männer verdienen immer noch deutlich mehr als Frauen. Auch zwischen den Ausbildungsbereichen bestanden 2009 in West- und Ostdeutschland deutliche Unterschiede im Vergütungsniveau (siehe Schaubild). Überdurchschnittlich hohe Ausbildungsvergütungen wurden in Industrie und Handel (West: 751 Euro, Ost: 656 Euro) und im Öffentlichen Dienst (West: 739 Euro, Ost: 740 Euro) erreicht. Unter dem jeweiligen Gesamtdurchschnitt lagen dagegen die Vergütungen im Handwerk, bei den Freien Berufen und in der Landwirtschaft. Zu berücksichtigen ist hier allerdings, dass insbesondere in den Bereichen Industrie und Handel sowie Handwerk die Vergütungen zwischen den einzelnen Berufen sehr stark differieren.
Die komplette Studie mit ausführlichen Infos findet ihr unter www.bibb.de

Quelle: BIBB
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