"Weltspitze in sozialer Auslese"
Jedes Jahr landen laut DGB-Jugend mehr als 400.000 Jugendliche in "Warteschleifen" - im Übergangssystem ohne Chance auf eine voll qualifizierende Ausbildung. 1,5 Millionen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Und noch immer sind unsere Hochschulen chronisch unterfinanziert - und Arbeiterkinder in den Hörsälen drastisch unterrepräsentiert. Das deutsche Bildungswesen sei Weltspitze in sozialer Auslese, so die Jugendorganisation. Mehr noch: Die Bundesländer setzen bereits den Rotstift bei Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen an. Wir kämpfen gemeinsam mit der jungen Generation für ein gutes Bildungswesen, das gleiche Chancen für alle Menschen garantiert."
Echte Kehrtwende gefordert
Die DGB-Jugend fordert eine echte Kehrtwende in der Bildungspolitik. Bund und Ländern müssen dafür die chronische Unterfinanzierung unseres öffentlichen Bildungssystems beheben. Das bedeutet: Mehr Investitionen für ein besseres öffentliches Bildungswesen. Mehr Ganztagsschulen und bessere Kindertagesstätten, eine bessere Ausstattung der Hochschulen und den Ausbau des BAföG, für eine bessere Weiterbildung. Zudem setzt sich die DGB-Jugend für die Abschaffung von Bildungsgebühren ein. Bildung darf ihrer Ansicht nach nicht als Dienstleistung verstanden werden, die nur in Anspruch nimmt, wer es sich leisten kann. Das Menschenrecht auf Bildung müsse auch in Deutschland verwirklicht werden: Die soziale Spaltung in den Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen, in der beruflichen Bildung und der Weiterbildung hält man für einen gesellschaftlichen Skandal.
Weitere Informationen findet ihr unter
www.dgb-jugend.de
Quelle: DGB-Jugend
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