Damit bezweifelt die DGB-Jugend die Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages vom Juni 2010, nachdem zurzeit noch 30.000 Ausbildungsplätze unbesetzt seien. Für seriöse Aussagen über die wirkliche Lage am Ausbildungsmarkt würden Umfragen und Auswertungen von Lehrstellenbörsen nicht ausreichen. Daher fordert die DGB-Jugend die Unternehmen auf, alle Ausbildungsstellen den Agenturen für Arbeit zu melden, wie es auch die Bundesregierung empfiehlt.
"Schönrechnerei hilft weder den Jugendlichen, die keinen Ausbildungsplatz erhalten, noch gegen den drohenden Fachkräftemangel", erklärte René Rudolf. Laut Nationalem Bildungsbericht bleibt das Angebot an Ausbildungsplätzen in fast allen Berufen hinter der Nachfrage zurück. Noch immer würden Jahr für Jahr fast 400.000 Jugendliche im "Übergangssystem" zwischen Schule und Beruf landen - ohne Chance auf eine voll qualifizierende Ausbildung.
Die Tatsache, dass in Deutschland mehr als 1,5 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren (17 Prozent) keinen Berufsabschluss haben, ist für die DGB-Jugend inakzeptabel. "Die junge Generation hat ein Recht auf eine Perspektive im Berufsleben, ohne Langzeitarbeitslosigkeit und prekäre Beschäftigung", erklärte René Rudolf.
Quelle: DGB-Jugend

