Hi zusammen,
ich wollte von euch auch mal erfahren, wie der Unterricht an euren Berufsschulen gestaltet wird und abläuft.
Anlass meines Themas ist, dass es in meiner Berufsschule drunter und drüber geht.
Angefangen bei Schülern die sich benehmen als wären Sie im Zoo und aufgehört bei Lehrern die anscheinend mit der Situation total überfordert sind.
Beispiel hierfür ist eine Lehrerin die ständig versucht gegen den Lautstärkepegel der Klasse anzuschreien und es nicht schafft die Schüler in den Griff zu bekommen.
Einerseits liegt das an den Schülern, die es einfach nicht schaffen leise zu bleiben aber ich sehe das auch als eine fehlende Kompetenz der Lehrer.
Ein viel größeres Problem sehe ich allerdings in der Art und Weise des Unterrichts.
Da wir in unserer Groß - und Außenhandelsklasse einen großen Unterschied in der Vorbildung haben, von Abiturienten bis zu Hauptschülern die nur ein Jahrespraktikum absolvieren.
Im Angesichts dieses Gefälles verstehe ich, dass man auf alle Rücksicht nehmen muss. Jedoch sind bei uns die Aufgaben teilweise so gewählt, dass sogar die schlechter vorgebildeten Schüler unterfordert werden.
Bsp.: Gruppenarbeit über ein Thema auf 6 Seiten in unserem Fachbuch: 5 Schulstunden Zeit, 1 Std. ist ein Lehrer anwesend.
In der Summe von nicht anwesenden Lehrern, nicht konzentrierte Schüler und (meiner Meinung nach) falsch eingesetzer Aufgaben kommt es dazu, dass wir sehr träge im Stoff voran kommen.
Meine Frage an Euch:
Kennt Ihr diese Erfahrung? Läuft das bei Euch auch so ab?
Ist das ein Problem in allen Schulen NRWs?
Ich kann dazu nur noch sagen, dass ich vor meiner Ausbildung auf dem selben Berufskolleg mein Abitur gemacht habe und im Vergleich zu den jetztigen Lehrkräften sehe ich ein sehr großes Gefälle. Für mich ist dies Paradox.
Freue mich auf eurer Feedback.
Gruß Tim Harder
