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24.06.2010

Energiesparen – was verlangt der Staat?

Anforderungen der Energieeinsparverordnung 2009 (EnEv 2009)

Stefan Bäumler von Saint Gobain Isover erklärt euch in seinem neuen Fachwissensbeitrag, was sich hinter dem sperrigen, aber für die Baustoffbranche wichtigen Begriff "Energieeinsparverordnung" verbirgt und was der Gesetzgeber genau fordert.
Zu aller erst ist die Energieeinsparverordnung (kurz EnEV) ein Teil des deutschen Baurechts und damit Gesetz. Der Gesetzgeber reagiert mit der EnEV 2009 auf die steigenden Energiekosten (Heizung, Warm-Wasser…). Im Grundsatz wird das Ziel des wirtschaftlichen Bauens verfolgt. Das bedeutet, dass es bei steigenden Energiekosten notwendig ist, die Gebäudehülle (Dach, Außenwand…) besser zu dämmen.

Aus diesem Grund stellt die EnEV 2009 Mindestanforderungen an die wärmetechnische Qualität von Bauteilen eines Gebäudes und den dazugehörigen Heizungsanlagen, die es gilt einzuhalten. Grundsätzlich wird zwischen dem Neubau von Gebäuden und der Modernisierung bereits bestehender Gebäude unterschieden.

Im ersten Fall, dem Neubau, wird folgendermaßen vorgegangen. Man berechnet eine Energiebilanz für das gesamte zu erstellende Gebäude mit vorgegebenen U-Werten für die einzelnen Bauteile (Referenzgebäudeverfahren). Man tut also so, als ob alle Bauteile (das Dach, die Außenwand, die Kellerdecke usw.) die vorgegebenen U-Werte der EnEV 2009 für einen Neubau einhalten. Das Ergebnis ist ein Gesamtwert für das Gebäude mit all seinen einzelnen Bauteilen. So wird die Mindestanforderung nach der EnEV 2009 für die gesamte Gebäudehülle definiert. Das bedeutet also, wenn man für jedes Bauteil (Dach, Außenwand, Kellerdecke usw.) den entsprechenden Referenz-U-Wert einhält, ist der Wärmeschutz für die Gebäudehülle nach der EnEV erfüllt.

Die jeweiligen Höchstwerte für die Referenz-U-Werte können nachfolgender Aufstellung entnommen werden.
baustoffwissen: Steildach


Steildach

Referenz-U-Wert ≤ 0,20 W/(m²K)

Beispiel:
Dämmung zwischen den Sparren ab 14 cm Zwischensparren-Klemmfilz ISOVER Integra ZKF 1-032 und zusätzlicher Dämmung unter den Sparren mit 6 cm Untersparren-Klemmfilz ISOVER Integra UKF 1-032.
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baustoffwissen.de: oberste Geschossdecke


oberste Geschossdecke

Referenz-U-Wert ≤ 0,20 W/(m²K)

Beispiel:
Dämmung auf der obersten Geschossdecke ab 18 cm Dachboden-Dämmplatte ISOVER Topdec Loft
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baustoffwissen.de: Flachdach




Flachdach

Referenz-U-Wert ≤ 0,20 W/(m²K)

Beispiel:
Dämmung der Stahlbetondecke ab 20 cm Flachdach-Dämmplatte ISOVER Metac FLP 1 Duratec.
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baustoffwissen.de: Außenwand


Außenwand

Referenz-U-Wert ≤ 0,28 W/(m²K)

Beispiel:
Kerndämmung des zweischaligen Mauerwerks ab 10 cm Kern-Dämmplatte ISOVER Kontur KP 1-032.
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baustoffwissen.de: Kellerdecke


Kellerdecke

Referenz-U-Wert ≤ 0,35 W/(m²K)

Beispiel:
Dämmung der Kellerdecke von der Unterseite ab 8 cm Decken-Dämmplatte ISOVER Topdec DP 1.
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baustoffwissen.de: Kellerwand und Kellerboden


Kellerwand

Kellerboden Referenz-U-Wert ≤ 0,35 W/(m²K)

Beispiel:
Dämmung unter der Beton-Bodenplatte ab 10 cm Hartschaum-Platte ISOVER Styrodur 3035 CS.
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Modernisierung eines Altbaus

Bei der Modernisierung eines Gebäudes ist das Einhalten der Anforderungen nach der EnEV 2009 noch einfacher. Hierbei wird jedes Bauteil ganz für sich alleine betrachtet. Soll z. B. das Dach gedämmt werden, so muss nur der geforderte U-Wert der EnEV 2009 Modernisierung für das Dach einhalten werden. Alle anderen Bauteile bleiben hierbei unberücksichtigt. Das bedeutet, dass man ältere Häuser in Etappen modernisieren kann. So kann z. B. erst das Dach gedämmt werden und wenn es der Geldbeutel wieder erlaubt die nächsten Bauteile.
Die jeweiligen Höchstwerte für die U-Werte in der Modernisierung können Sie nachfolgender Aufstellung entnehmen.
baustoffwissen.de: Steildach


Steildach

Modernisierungs-U-Wert ≤ 0,24 W/(m²K)

Beispiel:
Dämmung zwischen den Sparren ab 10 cm Zwischensparren-Klemmfilz ISOVER Integra ZKF 1-032 und zusätzlicher Dämmung unter den Sparren mit 6 cm Untersparren-Klemmfilz ISOVER Integra UKF 1-032.
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baustoffwissen.de: Oberste Geschossdecke


Oberste Geschossdecke

Modernisierungs -U-Wert ≤ 0,24 W/(m²K)

Beispiel:
Dämmung auf der obersten Geschossdecke ab 14 cm Dachboden-Dämmplatte ISOVER Topdec Loft.
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baustoffwissen.de: Flachdach




Flachdach

Modernisierungs -U-Wert ≤ 0,20 W/(m²K)

Beispiel:
Dämmung der Stahlbetondecke ab 20 cm Flachdach-Dämmplatte ISOVER Metac FLP 1 Duratec.
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baustoffwissen.de: Außenwand


Außenwand

Modernisierungs -U-Wert ≤ 0,24 W/(m²K) bei Dämmung auf der Außenseite der Wand
Modernisierungs -U-Wert ≤ 0,35 W/(m²K) bei Dämmung auf der Innenseite der Wand

Beispiel:
Dämmung auf der Außenseite der Wand ab 16 cm Fassaden-Dämmplatte ISOVER Kontur FSP 1-032 und anschließender Fassaden-Bekleidung.
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baustoffwissen.de: Kellerdecke


Kellerdecke

Modernisierungs -U-Wert ≤ 0,30 W/(m²K)

Beispiel:
Dämmung der Kellerdecke von der Unterseite ab 10 cm Decken-Dämmplatte ISOVER Topdec DP 1.
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baustoffwissen.de: Außenwand


Kellerwand

Modernisierungs -U-Wert ≤ 0,30 W/(m²K)

Kellerboden
Modernisierungs -U-Wert ≤ 0,50 W/(m²K) bei Dämmung von innen auf der Oberseite der Beton-Bodenplatte

Beispiel:
Dämmung der Kelleraußenwand ab 12 cm Hartschaum-Platte ISOVER Styrodur 3035 CS.
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Quelle: Stefan Bäumler, Saint-Gobaint Isover G+H AG

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