Auch die Beschichtung der Fliesen-Rückseite sollte bedacht werden.
1. Untergrundbeschaffenheit
Die zulässigen Ebenheitstoleranzen der DIN 18202 für Untergründe zur Belegung mit Keramik und Naturwerkstein mit einem Stichmaß von 3 mm/m können bereits Probleme bei der konventionellen Dünnbett- bzw. Fließbettverlegung aufwerfen. Aufgrund der großen Kantenlängen und der zumeist relativ „scharfen" Kanten - insbesondere bei rektifiziertem Material - von großformatigen Platten führt dies ohne eine entsprechende Feinnivellierung des Untergrundes zu Überzähnen.
Das heißt:
- Die Ebenflächigkeit des Untergrundes muss vor der Verlegung genauestens überprüft werden.
- Bei Toleranzen, die durchaus nach Normkriterien noch zulässig sind, jedoch den Anforderungen an den großformatigen Belag nicht genügen, muss eine Entscheidung getroffen werden, in welchem der oben erwähnten Verfahren gearbeitet werden soll.
In jedem Fall ist der daraus resultierende Mehraufwand bei der Ausschreibung bzw. Angebotserstellung zu berücksichtigen. Bei jeder Vorgehensweise kann auf die bewährten Produktsysteme der PCI Augsburg GmbH zurückgegriffen werden:
Ausgleichsarbeiten an Bodenflächen können z. B. mit dem Fließspachtel "Periplan" fein ausgeführt werden. Dieser Spachtelmörtel mit sehr guten Fließeigenschaften ist leicht zu verarbeiten und kann bei Raumtemperatur bereits nach etwa drei Stunden mit keramischen Belägen überarbeitet werden. Wandflächen lassen sich mit dem Betonspachtel "Nanocret 10" ausgleichen und sind bereits nach ca. vier bis sechs Stunden mit Fliesen und Naturwerkstein belegbar. Je mehr Sorgfalt für die Ausgleichsarbeiten aufgewendet wird, desto einfacher ist die Verlegung des Belages; Soll ohne vorherigen Flächenausgleich im Mittelbettverfahren gearbeitet werden, empfiehlt sich an Wandflächen die Verwendung des Mittelbettmörtels "Midiment" oder vorzugsweise einer schnell abbindenden Variante dieses Mörtels. Für Bodenflächen eignen sich moderne Fließbettmörtel wie "Nanoflott" und "Rapidflott", eine zusätzliche Vergütung ist im Regelfall nicht erforderlich.
Im zweiten Teil dieses Beitrags erfahrt Ihr in Kürze, welche Unterschiede es bei Fliesen aus Keramik, Naturstein und Kunststein gibt und was man bei deren Verlegung unbedingt beachten sollte.
Quelle: Hans-Peter Schmied, Anwendungstechnik PCI Augsburg GmbH
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