.
Home | Kontakt | Impressum | Sitemap

Das Portal für Aus- und Weiterbildung in Baustoff-Fachhandel und Baustoffindustrie

06.05.2009

Die Natur liefert die Zutaten

Porenbeton wird überwiegend aus natürlichen Rohstoffen hergestellt

Kalk, Sand, Wasser. Viel mehr braucht es nicht, um Porenbeton herzustellen, ein massiver Baustoff, der sich vor allem durch seine gute Wärmedämmung und Tragfähigkeit auszeichnet.
baustoffwissen.de: Dachplatte aus Porenbeton
Porenbeton ist sowohl im Industrie-, als auch im Wohnungs- und Kommunalbau ein beliebter Baustoff. Hier kommt er in Form einer Dachplatte, unten als Planblock zum Einsatz.

Fotos: Ytong-Silka. 
Aus Porenbeton werden Mauersteine und Fertigbauteile wie Wand-, Dach- und Deckenplatten gefertig. Das Material wird im Industrie-, Wohnungs- und Kommunalbau eingesetzt. Warum es so beliebt ist, zeigt ein Blick in die Vergangenheit.

Geschichte des Porenbetons
Die historische Entwicklung des Baustoffes Porenbeton, die bereits im 19. Jahrhundert begann, geht auf Laborversuche des schwedischen Architekten Axel Erikson in den Jahren 1918 bis 1923 zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte Schweden unter einer dramatischen Energiekriese zu leiden, die Regierung stellte daher hohe gesetzliche Anforderungen an die Wärmedämmung von Baustoffen. Erikson wollte einen neuen Baustoff entwickeln, der mit dem traditionellen schwedischen Baustoff Holz konkurrieren konnte, also natürlich, überall verfügbar und leicht bearbeitbar war. Zusätzlich musste eine hohe Wärmedämmung erreicht werden, und teuer durfte das neue Produkt auch nicht sein. Er kombinierte deshalb das Auftreiben von Kalkmörteln mit der Dampfhärtung. Das Verfahren wurde 1924 patentiert und noch im selben Jahr begann die industrielle Produktion.
Das neue Material wurde rasch populär, denn trotz seines relativ geringen Gewichts, ist Porenbeton sehr stabil. Außerdem ist das Material leicht zu bearbeiten, da es sich so leicht schneiden lässt wie Holz. Ein entscheidender Vorteil von Porenbeton ist seine sehr gute Wärmedämmung, die im Winter die Wärme im Gebäude hält. Man spart Heizkosten und wertvolle Energie. Und: Im Sommer bleiben die Innenräume angenehm kühl. Die Herstellung erfordert außerdem vergleichsweise geringen Einsatz an Energie und Ressourcen.
.
baustoffwissen.de: Verlegung Planblock
Ytong – erste eingetragene Baustoffmarke der Welt
Der neue Stein wurde zunächst unter dem Namen "Yxhults Ånghärdade Gasbetong" vertrieben, bald aber zu "Ytong" abgekürzt und 1940 als Markenname registriert, womit er zur ersten eingetragenen Baustoffmarke der Welt wurde. Obwohl es mehrere Unternehmen gibt, die Porenbeton herstellen, wird der Markenbegriff "Ytong" heute vielfach als Synonym verwendet, ähnlich wie die Markennamen "Maggi" oder "Tempo". Im Jahr 2001 wurde das Unternehmen Ytong von Xella International, einem Unternehmen der Haniel Gruppe mit Sitz in Duisburg übernommen.

Quellen: Ytong-Silka, Wikipedia, Bundesverband Porenbeton
.

Mehr Infos zum Thema findest du hier:
Homepage des Bundesverbandes Porenbeton

Hersteller-Links
www.xella.de

Siehe auch:
Fachwissen-Beitrag "Der weiße Stein"

Tipp:
Weiterführendes Wissen findest du in "Baustoffkunde für den Praktiker".

baustoffwissen.de: baustoffpraxis
Mini-Abo zum Kennenlernen
Teste drei Ausgaben der baustoffpraxis und vertiefe deine Baustoffkenntnisse.

Hier geht's zum Schnupper-Abo  
.

weiterempfehlen / bookmarken:
 
Diese  Seiten werden  bereitgestellt  von  der  Verlagshaus  Wohlfarth  Stiftung für  Berufsbildung
Mehr...                                                                               © 2008-2010 Gert Wohlfarth GmbH