Porenbeton ist sowohl im Industrie-, als auch im Wohnungs- und Kommunalbau ein beliebter Baustoff. Hier kommt er in Form einer Dachplatte, unten als Planblock zum Einsatz.
Fotos: Ytong-Silka.
Fotos: Ytong-Silka.
Geschichte des Porenbetons
Die historische Entwicklung des Baustoffes Porenbeton, die bereits im 19. Jahrhundert begann, geht auf Laborversuche des schwedischen Architekten Axel Erikson in den Jahren 1918 bis 1923 zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte Schweden unter einer dramatischen Energiekriese zu leiden, die Regierung stellte daher hohe gesetzliche Anforderungen an die Wärmedämmung von Baustoffen. Erikson wollte einen neuen Baustoff entwickeln, der mit dem traditionellen schwedischen Baustoff Holz konkurrieren konnte, also natürlich, überall verfügbar und leicht bearbeitbar war. Zusätzlich musste eine hohe Wärmedämmung erreicht werden, und teuer durfte das neue Produkt auch nicht sein. Er kombinierte deshalb das Auftreiben von Kalkmörteln mit der Dampfhärtung. Das Verfahren wurde 1924 patentiert und noch im selben Jahr begann die industrielle Produktion.
Das neue Material wurde rasch populär, denn trotz seines relativ geringen Gewichts, ist Porenbeton sehr stabil. Außerdem ist das Material leicht zu bearbeiten, da es sich so leicht schneiden lässt wie Holz. Ein entscheidender Vorteil von Porenbeton ist seine sehr gute Wärmedämmung, die im Winter die Wärme im Gebäude hält. Man spart Heizkosten und wertvolle Energie. Und: Im Sommer bleiben die Innenräume angenehm kühl. Die Herstellung erfordert außerdem vergleichsweise geringen Einsatz an Energie und Ressourcen.