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02.03.2010

Sanierung oder Abriss und Neubau?

Welche Lösung ist wirtschaftlicher?

Ein Haus zu sanieren, kann heutzutage schnell so teuer werden, dass man finanziell besser damit fährt, es einfach abzureißen und ein neues Haus zu bauen. Warum das so ist, erklärt euch an einem Beispiels der Verein "Massiv Mein Haus".
 
Baustoffwissen: Altbau vor Abriss
Fenster, Dach und Fassade dieses Altbaus mussten saniert werden.
 
In den letzten 30 bis 40 Jahren hat sich der Wärmeschutz neuer Häuser drastisch verbessert. Wegen der immer knapperen und damit teureren Energie planen auch viele Besitzer älterer Häuser eine energetische Sanierung. Hinzu kommt, dass sie bei Vermietung oder Verkauf den voraussichtlichen Heizenergiebedarf mit einem Energiepass belegen müssen. Eine umfangreiche Sanierung kann aber so teuer werden, dass ein Abriss und Neubau wirtschaftlicher ist.
Ein Beispiel ist das Haus der Familie K. aus Brillon. Es benötigte neue Fenster. Außerdem sollten Dach und Fassade eine zusätzliche Wärmedämmung erhalten. Beim Vergleich der Kosten zeigte sich schnell, dass ein neues Niedrigenergiehaus aus Mauerwerk und Beton wirtschaftlicher als die Sanierung war.
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baustoffwissen.de: Abriss eines Altbaus
Ein Abriss und Neubau waren wirtschaftlicher.
Der Neubau hat zusätzlich folgende Vorteile:

  • optimale Raumaufteilung.
  • energiesparende Gebäudehülle
  • für neue Heiztechniken besser geeignete Fußbodenheizung.
  • lange Sanierungspause, weil auch die Sanitär-, Heizungs- und Elektroleitungen sowie die Fußböden neu sind.
Durch die Entscheidung für den Abriss konnten wir unsere Wohnwünsche verwirklichen,“ freut sich Kirsten K.. Die Familie wohnt jetzt in einem pflegeleichten, modernen Haus, ohne ihre nette Nachbarschaft und ihren eingewachsenen Garten aufgeben zu müssen. Die Kinder behielten ihre Schule und Freunde. Der Abriss und schlüsselfertige Neubau dauerte dreieinhalb Monate.
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baustoffwissen.de: Neubau
So sieht das neue Heim heute aus.
Fotos: Massiv Mein Haus e.V.
Die Sanierung hätte mindstens ebenso lange gedauert. Eine so kurze Bauzeit setzt jedoch ein erfahrenes Bauunternehmen voraus, das mit qualifizierten Fachhandwerkern Hand in Hand arbeitet. Besitzer älterer Häuser sollten vor einer Sanierung immer prüfen, ob ein Neubau nicht preiswerter ist. Hinzu kommt, dass eine Sanierung häufig Flickwerk bleibt. Die Raumaufteilung entspricht nur bedingt den Wünschen, Wärmebrücken können oft nicht vollständig beseitigt werden. Meistens bleibt noch Sanierungsstau, z.B. alte Heizungs- und Elektroleitungen, Fußböden und Heizkörper. Eine Anpassung an altersgerechtes Wohnen ist bei Altbauten mit engen Treppenhäusern und Türen fast unmöglich.

Quelle: Massiv Mein Haus e.V.
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Tipp:
Weiterführendes Wissen findest du in "Baustoffkunde für den Praktiker".

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