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12.03.2012

Vorsicht Fuge!

Wie Bodentreppen richtig eingebaut werden

Damit eine frisch eingebaute Bodentreppe nicht zum Desaster wird, gilt es einiges zu beachten. Unser neuer Fachbeitrag erklärt, worauf beim Einbau geachtet werden sollte, damit sich nicht bald darauf Schimmel und Feuchtigkeit im Haus ausbreiten und die nächste Rechnung vom Energieversorger zum Schockerlebnis wird.
baustoffwissen.de: Bodentreppe
In den letzten Jahren betreffen Bauschäden immer häufiger die Bodentreppe. Meist beklagen die Bewohner eine großflächige Schimmelbildung und Feuchteschäden. Wie kommt es dazu? Im Neubaubereich liegt eine Ursache in den enormen verbauten Wassermengen und ungenügendem Austrocknen oder falschem Lüften. Auch bei Renovierungen können verbesserte Dämmung und Dichtheit zu ähnlichen Folgen führen. Die feuchtwarme Raumluft steigt nach oben und sucht die schwächste Stelle an der obersten Geschossdecke, wo die Bodentreppe rund 1m² Fläche einnimmt.

Schwachstelle Fuge
Die Bodentreppe an sich ist in der Regel ausreichend dicht. Das Problem ist meistens die Fuge zwischen Futter und Decke, die häufig nicht fachgerecht geschlossen ist. Eine dünne Deckleiste täuscht Dichtheit nur vor und verdeckt eine häufig ungeschützte Fuge von ein bis zwei Zentimeter Breite, die umlaufend um die Bodentreppe eine Länge von etwa vier Metern ergibt. Das ist vor allem deswegen äußerst bedenklich, weil bereits eine Fuge von einem Meter Länge je nach Windstärke und Druckunterschied den Dämmwert um sage und schreibe 35 bis 65 Prozent verringert! Nur ein Prozent mehr Feuchtigkeit in der Wand oder Decke reduziert den Dämmwert um 5 Prozent. Und genau durch diese undichte Bauteilanschlussfuge zwischen Bodentreppe und Decke dringt feuchtwarme Luft in den kalten Dachraum und kondensiert. In diesem Klima breiten sich Schimmelpilze großflächig aus – und können zu weiteren Bauschäden führen.
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baustoffwissen.de: Gigantisches Leck - Treppenfuge
Gigantisches Leck: Obwohl die Fuge nur ein bis zwei Zentimeter breit ist, ist die Schwachstelle umlaufend bis zu vier Metern lang. Konsequenz sind Schimmel- und Feuchteschäden. Bis zu 70% der Wärmedämmung eines gehen verloren.
Fotos: Wellhöfer Treppen
Keine ausreichende Abdichtung
Den Fachleuten sind diese Art von Reklamationen nicht unbekannt. Doch kaum jemand sorgt sich um eine ausreichende Abdichtung dieser Fuge. Das ist erstaunlich, denn bei Fenstern und Türen wird diesem Problem schon seit längerem mit größter Aufmerksamkeit begegnet. Hier werden aufwendige Profile und wirksame Dichtmittel eingesetzt und der Einbau geschieht maßgenau. Bei der Bodentreppe hingegen wird die Bauteilanschlussfuge weitgehend ignoriert, auch wenn der Blower-Door-Test diese Schwachstelle immer wieder aufzeigt.

Lösung Deckenanschluss-System
Bis zu 70% der Dämmwirkung gehen verloren, wenn die eingebaute Bodentreppe nicht luftdicht ist. Ist die Schwachstelle gefunden, ist die Lösung nicht mehr weit. Bodentreppen benötigen dringend einen Bauteilanschluss, der die Fuge zuverlässig abdichtet. Diese Bauteile gibt es bereits. Beispielsweise bietet der Bodentreppen-Spezialist Wellhöfer ein spezielles Deckenanschluss-System, das sich laut Hersteller einfach montieren lässt und wahre Wunder wirken soll. So sei der geprüfte Fugendurchlasskoeffizient für das Bauelement Bodentreppe (a-Wert = 0,03) viermal besser als für Fenster gefordert – und die Anforderungen an diese Bauelemente sind bereits sehr hoch. Das kombinierte System aus Dämmzopf und Dichtband soll sich außerdem in drei einfachen Schritten schnell und dauerhaft luftdicht montieren lassen. Danach sei man auch in Bezug auf die gesetzliche Energieeinsparverordnung (EnEV),auf der sicheren, geprüften Seite – und wird keine bösen Überraschungen in Form von Schimmel, Feuchtigkeit oder einer explodierenden Stromrechnung mehr erleben.
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Tipp:
Weiterführendes Wissen findest du in "Baustoffkunde für den Praktiker".

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