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15.12.2011

Marco Emken: Der schnelle Weg zum Gipfel

Der Geschäftsführer des Baustoffgroßhandels nowebau verrät das Geheimnis seines Erfolgs

Emken ist bei der nowebau die Karriereleiter vom Azubi bis ganz nach oben geklettert. Seit 2010 ist er Geschäftsführer - mit 34 Jahren. Er erzählt, was seiner Meinung nach für seinen schnellen Aufstieg entscheidend war.
baustoffwissen.de: Marco Emken
Schon als Schüler arbeitete Marco Emken. In einem Supermarkt, bei einem Getränke- und Teeabfüller und zuletzt in einer Tischlerei, die auf Treppen, Türen, Fenster und Wintergärten spezialisiert war. Dort habe es ihm so gut gefallen, erzählt er, dass in ihm bald der Wunsch aufkam, den Aushilfs-Job später zum Beruf zu machen. Und so begann er, kurz nach dem Zivildienst, im August 1997 eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann bei der nowebau, ganz im Norden Deutschlands, in der kleinen Stadt Großefehn. Gleichzeitig nahm Emken ein Betriebswirtschafts-Studium an der Berufsakademie Ostfriesland auf; er wollte ja Baustoffkaufmann werden, und dafür schien ihm eine duale Ausbildung ideal zu sein. Wie richtig er damit lag, zeigte sich schon bald. In den folgenden zwei Jahren lernte er alle Baustoffbereiche des nowebau-Lagers in Großefehn kennen und schon 1999 schloss er seine Ausbildung mit der Note "sehr gut" ab. Das hervorragende Zeugnis belohnte der Staat. Marco Emken bekam Begabtenförderung und das ermöglichte ihm, sich weiter zu bilden. Er besuchte viele Seminare, kannte sich bald im Projektmanagement, im e-Commerce, in der Erstellung von Druckerzeugnissen und im Direkt-Marketing aus. Mit diesem Wissen wiederum vertiefte er sein Studium. Er legte die Schwerpunkte auf Marketing und Unternehmensführung und schrieb schließlich seine Diplomarbeit zum Thema "Chancen und Risiken des e-Commerce im mittelständischen Baustoffhandel".

Nach seinem Studium begann die steile Karriere von Marco Emken. Zunächst betreute er drei Jahre lang die Mitgliedsbetriebe der nowebau im Einzelhandelsbereich. Außerdem managte und vermarktete er die Printmedien der Kooperation. Dann, 2003, wechselte er in die Zentrale, als Leiter des Finanz- und Rechnungswesen und war damit ganz weit oben angekommen. Mit gerade einmal 28 Jahren war Marco Emken Mitglied der Geschäftsführung und verantwortlich für elf Mitarbeiter. 2009 wurde Emken dann Prokurist und stand damit allen Mitarbeitern der nowebau-Zentrale vor. Controlling, betriebswirtschaftliche Steuerung sowie das Finanz- und Rechnungswesen bestimmten nun seine tägliche Arbeit.

Nur ein Jahr später folgte der vorläufig letzte Schritt auf der Karriereleiter. Marco Emken übernahm den Geschäftsführer-Posten von Herbert Schwanz: "Das bedeutet, man muss schnell lernen, Aufgaben noch mehr zu delegieren und sich auf seine Mitarbeiter, speziell auf die Abteilungsleiter, zu verlassen. Eine gewisse Kontrolle muss natürlich sein, aber man darf sich nicht damit aufreiben, alles selbst machen zu wollen oder alles ändern zu wollen, nur um der Änderung willen", erklärt er. Seine wichtigste Aufgabe sei in den letzten zwei Jahren die Mischung zu finden zwischen neuen Dingen und dem "Bewahren von Bewährtem". Man müsse bei Allem, was man an Neuerungen einführen möchte, die Kollegen, vor allem diejenigen, die schon lange dabei sind, mit ins Boot nehmen. Sonst werde es ein sehr anstrengender Weg.

Marco Emkens Weg jedoch führte ihn ohne große Hindernisse steil nach oben. Ein entscheidender Punkt für seine bisherige Karriere sei die Bereitschaft zur kontinuierlichen Fortbildung, glaubt der heute 36-Jährige. Jede Vortragsveranstaltung und jede Fortbildung, die er bekommen konnte, habe er auch genutzt und mitgenommen. Und natürlich half auch das Vertrauen, das seine Firma in ihn setzte. Wichtig sei außerdem der Aufbau von Kontakten in allen Bereichen der Wirtschaft. So engagiert er sich z.B. im Prüfungsausschuss der IHK und bei den Wirtschaftsjunioren. Netzwerkbildung und lebenslanges Lernen sind für Marco Emken also die Faktoren des Erfolgs: "Dieses Motto hat mich bislang sehr weit gebracht", sagt er "und wird mich hoffentlich auch in Zukunft noch weiter bringen."
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