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21.04.2010

An einem Strang ziehen – nicht nur beim Outdoortraining

Gemeinsame Trainingstage sind bei der BayWa fester Bestandteil der Ausbildung

"Als Einzelkämpfer erreicht man gar nichts." "Wir müssen im Team zusammenhalten." "Alle müssen an einem Strang ziehen." So oder so ähnlich werden sich Deutschlands Fußballnationalspieler nach dem finalen Trainingslager zur WM 2010 in Südafrika äußern. So und so ähnlich äußern sich aber auch die angehenden Groß- und Außenhandelskaufleute von BayWa Baustoffe, die zum Start ihrer Ausbildung ein so genanntes Juniortraining absolviert haben. Drei Motivationen für dieses "Trainingslager": Der betrieblichen Ausbildung bei der BayWa einen einheitlichen Standard geben, die Nachwuchskräfte mit den Leitbildern des Konzerns vertraut machen und den Austausch unter den Azubis fördern. Erfahrungen aus Oberbayern.
baustoffwissen.de: Azubis der BayWa
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Zehn Freunde müsst ihr sein! Angehende Groß- und Außenhandelskaufleute der BayWa beim Juniortraining I (v.l.): Katrin Andruet, Franziska Buchmann, Sandra Untereichmeier, Kevin Leib, Thomas Mayr, Florian Luger, Florian Schur, Andreas Höldrich, Sebastian Henn und Martin Reisberger.
"Das Juniortraining steigert auf jeden Fall die Teamfähigkeit. Und es hilft einem dabei, für sich selbständiger zu arbeiten", sagt Sebastian Henn (18), Azubi im Baustoffbetrieb München-Moosfeld. Das viertägige Juniortraining I ist obligatorischer Bestandteil im ersten Ausbildungsjahr. "So können wir die Azubis gleich zu Beginn auf die BayWa einstimmen. Sie bekommen einen Überblick über die anstehenden Schulungen und über das Beurteilungssystem im Unternehmen", so Ilse Gober, Referentin Ausbildung und Trainerin bei der BayWa. Die beiden Juniortrainings (Teil zwei steht im zweiten Ausbildungsjahr an) sollten generell zur Qualitätssicherung der Ausbildung beitragen und dazu, "dass sich die Azubis im Unternehmen wohl fühlen".

Inhaltliche Bausteine des Juniortrainings I: Telefontraining; Wirtschaftsplanspiel; Präsentieren vor der Gruppe; Selbstmotivation; Lernstrategien; Outdoortraining. Favorit bei den Teilnehmern: Das abendliche Outdoortraining, bei dem sich die Teilnehmer zum Beispiel gegenseitig durch ein Netz aus Schnüren hieven mussten. "Alleine geht gar nichts", so die Botschaft, die Thomas Mayr (16), Azubi im Baustoffbetrieb in Grafing, für sich mitgenommen hat. Auf den Alltag im Betrieb übertragen heißt das für Sandra Untereichmeier (17), die ihre erste Ausbildungsstation in Kolbermoor absolviert: "Für den anderen ans Telefon gehen
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baustoffwissen.de: Azubis helfen einem anderen Azubi durch ein Netz
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Alle für einen: Den Azubi-Kollegen durchs Netzen hieven, ohne die Seile zu berühren. Eine der zentralen Aufgaben beim Outdoortraining.
und das Anliegen des Anrufers notieren."

Begeistert sind die Groß- und Außenhandelskaufleute in spe auch vom Wirtschaftsplanspiel. Hier galt es, Heizöl einzukaufen und zu verkaufen. Was einfach klingt, ist schon schwieriger, wenn die Mengen- und Preiskalkulation zu bewältigen ist, Fixkosten und variable Kosten zu berücksichtigen und auch noch virtuelle Wettbewerber vertreten sind. Ilse Gober zur Intention: "Wir versuchen, die Azubis mit beruflichem Lernen vertraut zu machen – als Ergänzung zum schulischen Lernen."

Ein wichtiges Ziel des Juniortrainings I lautet: Persönlichkeitsbildung. Vom Baustein Selbstmotivation hat Katrin Andruet (16; Baustoffbetrieb Haag/Oberbayern) zum Beispiel mitgenommen: "Sich für die Produkte im Unternehmen interessieren und sich selbständig darüber informieren." Ihre Azubi-Kollegin Sandra Untereichmeier ergänzt: "Selbstmotivation heißt für mich, das Wesentliche im
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baustoffwissen.de: Azubis der BayWa: Nachtwanderung im Juniorcamp
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Meine Kollegen sollen sich blind auf mich verlassen können! Eine Botschaft, die die Azubis vom nächtlichen Outdoortraining mitnahmen.
Auge zu behalten. Ganz praktisch bei der täglichen Arbeit bedeutet das: Nicht fünf Sachen auf einmal machen, sondern sich auf eine Aufgabe konzentrieren." Aus Sicht von Sebastian Henn unter der Überschrift Persönlichkeitsbildung besonders nützlich: das Präsentieren vor der Gruppe. "Wenn man das übt, gewinnt man einfach an Selbstsicherheit." Selbstsicherheit und Freundlichkeit sind auch gefragt, wenn ein Kunde im Betrieb anruft. "Seit dem Telefontraining achte ich noch mehr drauf, mich richtig zu melden", merkt dazu Katrin Andruet an.

Von der Kundenstruktur bis zu den kaufmännischen Details: Jeder Betrieb hat seine Eigenheiten. "Schön ist, dass man auch die anderen Azubis und die Unterschiede in den Betrieben kennen lernt", so der Kommentar von Sandra Untereichmeier. Weitere Gelegenheit besteht dazu beim Juniortraining II. Dann geht es in die Vollen bei den Verkaufsgesprächen – und ein Outdoortraining gibt´s auch wieder. Für jedes Juniortraining wie für jedes Trainingslager gilt: Das Runde muss ins Eckige.

Quelle: Maren Fegert, BayWa AG , München

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Links zum Thema:

www.baywa.de
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