Die Besichtigung des Fliesenmuseums in Boizenburg war der Höhepunkt des Azubi-Tags. Die Ausstellung widmet sich der Phase der frühindustriellen Fliesenherstellung und zeigt mit rund 2.000 Exemplaren alle Motive, die seit 1904 im Fliesenwerk Boizenburg hergestellt wurden.
Foto: Creative Commons, Bubo.
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Zunächst wurde hier Geschirr aus Steingut gefertigt. Doch schon nach einem Jahr folgte die Produktion von Wandfliesen. Diese wurden damals noch per Hand produziert Erst ab dem Jahr 1921 wurde mit Maschinen gearbeitet.
Alte Rundöfen wurden zum Beispiel durch neuere und vor allem modernere Tunnelöfen ersetzt und die Fliesen wurden per Maschine glasiert. Dies steigerte zunehmend die Qualität und auch die Produktivität. Zu dem wurde die Boizenburger Plattenfabrik Aktiengesellschaft begründet.
Seit 1931 gehört die Fliesenfabrik zu den größten Fliesenherstellern. Ein Drittel der Produkte wurde ins Ausland exportiert. Nach dem Krieg war die Fliesenfabrik für einige Zeit eine sowjetische Aktiengesellschaft, wobei die ehemalige Sowjetunion auch Hauptabnehmer war.
Ab den 50er Jahren war die Fabrik dann ein volkseigener Betrieb der DDR. 1988 wurde das Einbrandverfahren eingeführt und die Maschinen noch einmal nachgerüstet. Um das Jahr 1990 folgte dann eine weitere Modernisierung, wobei viele Arbeitsgänge vereinfacht und erleichtert wurden. Es folgten die Gründung der Boizenburger Fliesenwerk GmbH und der Neubau eines modernen Dekorzentrums mit Schwerpunkt auf der Entwicklung.

