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BGA kritisiert neue Lkw-Mautsätze

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) bemängelt eine fehlende Verteilungsgerechtigkeit bei der geplanten Anhebung der Lkw-Mautsätze zum 1. Januar 2019.

Lkw-Fahren auf deutschen Straßen wird ab 2019 deutlich teurer. Foto: Pixabay

Lkw-Fahren auf deutschen Straßen wird ab 2019 deutlich teurer. Foto: Pixabay

Durch die Anhebung der Lkw-Maut zum Jahresbeginn 2019 würden Unternehmen künftig mit über 7 Milliarden Euro belastet, so der BGA. Dabei geht es aus Sicht des Verbandes mit Sitz in Berlin aber nicht fair zu. Der BGA kritisiert eine fehlende Verteilungsgerechtigkeit und die Anlastung von sachfremden, externen Kosten. „Für schadstoffarme, schwere Euro-VI-Lkw steigen die Kosten pro Kilometer allein durch die höheren Mautsätze um rund 40 Prozent und das Ziel einer möglichst schnellen Schadstoffreduktion wird konterkariert“, findet Carsten Taucke, Vorsitzender des BGA-Verkehrsausschusses.

Auch aus Verbrauchersicht sei die Ausweitung der Maut nicht sachgerecht. Angesichts des bereits heute hohen Kostendrucks werde der Handel gezwungen, zumindest einen Teil der zusätzlichen Kosten an die Kunden weiterzugeben. Carsten Taucke: „Die Lkw-Maut wirkt somit wie eine versteckte Steuer für die Endkunden.“

Der BGA begrüßt, dass umweltfreundliche Gasantriebe von der Maut befreit werden, allerdings sei die Ausnahme nur für Fahrzeuge mit Erdgasantrieb zu kurz gedacht. „Auch die Lkw, die mit dem umweltfreundlichen Autogas (LPG) betrieben werden, müssen von der Maut befreit werden“, fordert Taucke.