Sicher in die Prüfung – mit unseren Tipps!

Deine Abschlussprüfung rückt näher? Dann wirst du in den letzten Jahren während deiner Berufsausbildung sicher schon viel gelernt haben. Sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule wurden dir die notwendigen Kenntnisse für die Abschlussprüfung vermittelt. Trotzdem solltest du dich gewissenhaft auf die Prüfung vorbereiten.

Die richtige Lernstrategie hilft dir auf dem Weg zum Abschluss. Foto: Pixabay

Die richtige Lernstrategie hilft dir auf dem Weg zum Abschluss.
Foto: Pixabay

Leider lässt die Zeit es nicht zu, dass alle prüfungsrelevanten Themen ausführlich in der Berufsschule erarbeitet werden. Die Lehrkräfte legen natürlich den Rahmenlehrplan zu Grunde, können aber auf einige Themen nur kurz und knapp eingehen. Wenn du dann vielleicht noch einige Tage im Unterricht gefehlt hast, weil du krank warst, dann kann es sein, dass einige Themen bei dir gar nicht oder nur lückenhaft in der Erinnerung sind.

Frühzeitig beginnen

Am sinnvollsten startest du sechs Monate vor der Abschlussprüfung mit der Vorbereitung. Für die Sommerprüfung im Mai bedeutet das, dass du bereits im November anfangen solltest. Erstelle dir zu Beginn einen Lernplan. Liste dir hierfür im ersten Schritt alle Themenüberschriften auf, am besten nach Prüfungsfächern sortiert.

Danach gehst du in die „Feinplanung“ und gliederst jedes Thema in zahlreiche Unterkapitel auf. Wenn du diese Liste angefertigt hast, schreibe dir zu den einzelnen Unterkapiteln die wichtigsten Stichworte mit Erläuterung auf Karteikarten. Diese sortierst du dir nach deinem individuellen Wissensstand in folgende Kategorien: „kann ich sicher“, „habe ich noch kleine Lücken“, „habe ich noch große Lücken“, „kann ich noch gar nicht“. Verwende je Kategorie einen neuen Trennreiter.

Je nach Stoffumfang in den einzelnen Bereichen legst du fest, bis wann du welche Themen gelernt haben musst. Wenn du auf den Termin der Sommerprüfung hinarbeitest, solltest du bis Anfang April alle Themen beziehungsweise Unterkapitel zumindest der Kategorie „habe ich noch kleine Lücken“ zuordnen können. Dann kannst du die verbleibende Zeit bis zur Abschlussprüfung für Wiederholungen nutzen, um auch noch die kleinen Lücken zu schließen.

Lernen mit Plan

Wenn du deinen Lernplan inklusive Feinplanung vorbereitet hast, geht es mit dem eigentlichen Lernen los. Beginne mit der Gruppe „kann ich noch gar nicht“. Erarbeite dir die Themen gemäß deinem Zeitplan anhand deiner Bücher und Unterlagen aus der Schule. Solltest du damit Schwierigkeiten haben, frage einen Kollegen aus dem Betrieb oder jemanden aus deiner Klasse, ob er dich unterstützen kann, damit du es verstehst.

Hast du dir ein Thema erarbeitet und beherrscht es, dann lege die passende Karteikarte hinter den letzten Reiter, der mit „Wiederholen“ gekennzeichnet ist. Wenn du alle anderen Kategorien durchgearbeitet hast, müsste zum Schluss der letzte Reiter „Wiederholen“ vorne in deinem Karteikasten sein. Nun hast du es fast geschafft! Immerhin dürfte es jetzt auch nicht mehr lange hin sein bis zur Prüfung. Wiederhole nochmal alle Themen. Du wirst feststellen, dass die intensive Bearbeitung dir geholfen hat, auch größere Lücken zu schließen.

Noch ein Tipp: Zwei Tage vor der Prüfung solltest du nicht mehr lernen! Du verunsicherst dich nur unnötig. Gehe lieber spazieren, Rad fahren oder triff dich mit Freunden. Wichtig ist auch, dass du ausreichend schläfst. Packe am Abend vor dem Prüfungstermin deine Tasche. Darin gehört eine kleine Auswahl an Stiften, die auch schreiben, ein Taschenrechner (prüfe ob er auch funktioniert), Taschentücher, was zu trinken und etwas zu Essen (Müsliriegel, Traubenzucker). Achte bei den Snacks darauf, dass die Verpackung nicht zu arg raschelt, damit du nicht andere Prüflinge ablenkst.

Konzentriert in die Prüfung

Wenn die Prüfungstage gekommen sind, dann stehe rechtzeitig auf. Iss eine Kleinigkeit, dein Körper braucht die Energie, um sich zu konzentrieren. Mach dich frühzeitig auf den Weg zum Prüfungsort. Während der Prüfung solltest du Folgendes beachten. Lies die Aufgaben aufmerksam durch. Schaue dir die Formulierungen der Fragen gut an und habe ein Augenmerk auf Negationen und die Operatoren.

Operatoren sind die Signalwörter, die dir anzeigen, worum es bei der Aufgabe überhaupt geht. Beim Wort „nennen“ wird beispielsweise von dir erwartet, dass du eine Aufzählung machst, die keine Erläuterungen enthält. Sollst du dagegen etwas „beschreiben“, dann stelle bitte den Vorgang oder die Situation genau, eingehend und sachlich dar, verzichte aber auf eine Bewertung oder Erklärung. Wird in der Aufgabenstellung nach einer „Erläuterung“ oder „Erklärung“ gefragt, dann ist gefordert, dass du Materialien oder Sachverhalte verdeutlichst, diese in einen Zusammenhang einordnest und das entsprechend begründest. Unter Umständen sind dafür weitere Informationen oder Beispiele erforderlich.

Wenn du eine Aufgabenstellung nicht verstehst, gehe zur nächsten Aufgabe und beschäftige dich erst am Ende noch mal mit der Problematik. So verlierst du nicht unnötig Zeit und kannst außerdem sicher sein, dass du für die gut und fertig bearbeiteten Aufgaben deine Bewertungspunkte erhältst. Ich glaube, mit all diesen Tipps dürfte nichts schief gehen bei deiner Prüfung. Ich drücke dir ganz fest die Daumen!


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Claudia Marion
Über die Autorin Claudia Marion ist Inhaberin der Unternehmen DAS SCHULUNGSBÜRO und DAS eLEARNING. Außerdem ist sie Prüfungsausschussvorsitzende bei der IHK Duisburg im Bereich Groß- und Außenhandel, Baustoffe und bei der IHK Bonn/ Rhein-Sieg im Ausschuss Fachkauffrau/-mann für Vertriebsmanagement. Kontakt: info@das-schulungsbuero.de