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Gut zu wissen

Das duale System der Berufsausbildung - Arbeitgeberseite und Berufsschulen Hand in Hand

Jeder Beruf hat zwei Seiten – eine theoretische und eine praktische. Wer in Deutschland eine Berufsausbildung beginnt, lernt in der Regel im dualen System, also zweigleisig. Das bedeutet, dass der ausbildende Betrieb und die Berufsschulen in der Qualifizierung von Jugendlichen Hand in Hand arbeiten, um Auszubildenden die notwendigen Fertigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln.
Während die Arbeitsgeberseite – Unternehmen in Industrie und Wirtschaft oder öffentliche Verwaltungen – überwiegend in die praktischen Fähigkeiten und Hintergründe einweist, übernehmen die Berufsschulen im Unterricht eher die Vermittlung des theoretischen Wissens.

Das duale Ausbildungssystem ergänzt sich perfekt. Moderne Unternehmen passen sich den ständig wechselnden Wettbewerbsanforderungen an, indem sie in neue Maschinen investieren, neue Produktionsverfahren einführen und ihre Ausbildungsverantwortlichen stets weiterbilden. Hier sind Auszubildende praktisch immer auf dem neuesten Stand: Sie lernen modernste technische Entwicklungen, innovative Dienstleistungen und neueste wirtschaftliche Errungenschaften kennen.

Die Berufsschulen liefern die aktuelle Theorie: Hier erteilen qualifizierte Lehrkräfte überwiegend fachspezifischen Unterricht, zu einem Drittel stehen auch allgemeinbildende Fächer auf dem Stundenplan. In der Regel drücken Jugendliche an zwei festen Tagen in der Woche die Schulbank oder erhalten so genannten Blockunterricht, dabei werden die Auszubildenden eines Berufsbereiches meistens in Fachklassen zusammengefasst.

Entsprechend den Veränderungen in der Arbeitswelt passt sich auch die Berufsausbildung dem fortschreitenden Wandel an. Heute werden Fähigkeiten wie geistige Beweglichkeit, abstraktes Denkvermögen oder Kooperationsfähigkeit erwartet. Heute sind junge Menschen gefragt die über den Tellerrand hinausblicken können, Motivation und Verantwortungsbewusstsein zeigen, selbstständig oder im Team arbeiten, sozial verantwortlich handeln und sprachbegabt sind. Eine fundierte Allgemeinbildung sowie gute Kenntnisse in Deutsch und Mathematik spielen eine wichtige Rolle.

Die Inhalte der betrieblichen Berufsausbildung sind genau in Ausbildungsordnungen festgehalten, die auf gesetzlichen Vorgaben des Bundes basieren. Für den Unterricht an den Berufsschulen gelten je nach Bundesland unterschiedliche Rahmenpläne, die jeweils vom Kultusministerium festgelegt werden.

Zukunftsorientiertes Lernen

Ohne Theorie keine Praxis, ohne Praxis keine Theorie – beide Bereiche sind in der beruflichen Qualifikation wichtig. Die in der Berufsschule gepaukte Theorie kann im Ausbildungsbetrieb in die Praxis umgesetzt werden. Auf der anderen Seite kann das praktisch Erlernte im Unterricht analysiert und hinterfragt werden. Während die Berufsschule ein breites theoretisches Hintergrundwissen vermittelt, wird im Ausbildungsbetrieb die konkrete Anwendbarkeit vor Augen geführt – ein sinnvolles Ineinandergreifen.

Um Jugendlichen eine qualifizierte, zukunftsorientierte Ausbildung bieten zu können, wird neben fachspezifischem Unterricht auch allgemeinbildender Unterricht erteilt. Anders als in den vorhergehenden Schulen stehen in den Fächern Deutsch, Politik oder Wirtschaftskunde in erster Linie beruflich orientierte Inhalte im Mittelpunkt. Denn nicht für die Schule, sondern für das weitere Berufsleben sollen die jungen Auszubildenden lernen.

Je nach Ausbildungsbereich oder Interesse können in der Berufsschule auch Fremdsprachen aufgefrischt oder erlernt werden – eine wichtige Qualifikation für eine Karriere mit Lehre. Denn Sprachkompetenz, also das Beherrschen von Sprachen wie Englisch, Französisch oder Spanisch, ist mit dem Zusammenwachsen weltweiter Märkte – der Globalisierung – ein entscheidendes Kriterium für berufliches Weiterkommen geworden. Sie stellt eine von mehreren so genannten Schlüsselqualifikationen dar, die während der Ausbildungszeit erworben werden und quasi als Schlüssel zum Erfolg für persönliche Weiterentwicklung und beruflichen Aufstieg gelten.
Mehr Infos findest du auch unter:

www.ihk-ausbildung.de

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