Wandergesellen haben eine lange Tradition, die bis ins späte Mittelalter zurück reicht. Man erkennt sie an ihrer auffälligen Kleidung. Unverwechselbare Kennzeichen sind unter anderem Schlapphut, Schlaghose und Jackett.
Einen Wandergesellen erkennt man an seiner Kluft. Die Farbe der Kleidung ist abhängig vom jeweiligen Beruf. Schwarz tragen die Holzberufe, hell, das heißt weiß oder braun, die Steinberufe. Sie besteht aus einem Hut, entweder einem Schlapphut mit breiter Krempe oder einem Zylinder, dieser wird nur zum Essen, Schlafen oder in der Kirche abgenommen; der Staude, einem kragenlosen weißen Hemd; einer Hose aus Breitcord mit Schlag, damit die Sägespäne nicht in die Schuhe fallen; einer Weste mit acht Knöpfen, die für das achtstündige Tagwerk stehen; einem Jackett mit sechs Knöpfen, für die sechs Arbeitstage der Woche; der so genannten "Ehrbarkeit" (ähnlich einer Krawatte) an deren Farbe man die Zugehörigkeit zum Schacht erkennt, in ihr steckt eine goldene Nadel mit dem Handwerkswappen des jeweiligen Berufsstandes; und einem goldenem Ohrring am linken Ohr. Dieser dient im Notfall als eiserne Reserve und kann verpfändet werden. Einem unehrenhaften Gesellen wird der Ohrring rausgerissen, er wird "geschlitzohrt" (hier hat der Ausdruck "Schlitzohr" seinen Ursprung). Seine Habe transportiert der Wandergeselle in einem Tuch, dem so genannten "Charlottenburger", oder auch "Charlie".
Lange Tradition
Den Ursprung der Walz kann man bis ins späte Mittelalter zurückverfolgen. Damals war das Wandern durch die Welt nach der Lehre und bestandener Gesellenprüfung noch Voraussetzung um den Meistertitel zu erhalten.
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