RM Rudolf Müller

Der vorherige Bodenbelag war zwar noch gebrauchsfertig, genügte aber den optischen Ansprüchen des Betreibers nicht mehr.

Boden und Wand
09. April 2019 | Artikel teilen Artikel teilen

Bodenfliesen trocken verlegen

Der Bodenbelag bei Bodenfliesen hat eine besondere Bedeutung: Er soll Funktional sein, weil sich alles darauf abspielt und optisch, weil er den Gesamteindruck maßgeblich prägt. Dennoch ist eine Erneuerung üblicherweise mit einem hohen technischen und zeitlichen Aufwand verbunden.

Der Hersteller Deutsche Steinzeug verspricht, mit seiner Marke Agrob Buchtal eine Lösung gefunden zu haben, der diese Nachteile bei der Verlegung vermeidet und neue Potenziale eröffnet: „Dry-Tile“-Bodenfliesen. Ein Beispiel dafür ist Dornseifers Frischemarkt in Much. Dort wurden im Herbst 2018 rund 2.000 Quadratmeter Bodenfliesen in vier Arbeitstagen neu verlegt.

Um Einschränkungen für die Kundschaft zu vermeiden, wurde die Aktualisierung nicht bei laufendem Betrieb vorgenommen, sondern die Einkaufsstätte für zweieinhalb Wochen geschlossen, um diese und weitere Baumaßnahmen in kurzer Zeit umzusetzen.

Tabula Rasa oder „nicht kleckern, sondern klotzen“

Zahlreiche Kühlmöbel wurden ausgetauscht und neu angeordnet, Elektroschlitze und -leitungen angepasst, Wände gestrichen, die Beleuchtung modifiziert und sämtliche Regale neu bestückt. Vor allem aber wurden rund 2.000 Quadratmeter Bodenfläche überdeckt und neu belegt mit „Dry-Tile“-Bodenfliesen von Agrob Buchtal. Die Wahl fiel auf Serie „Valley“ im Farbton Kieselgrau und im Format 60 x 60 Zentimeter, wegen statischer und rollender Lasten durch Regale und Hubwagen in der „Überstärke“ von 15 Millimeter. Der neue keramische Boden konnte innerhalb von vier Arbeitstagen erstellt werden.

Schnelle Verlegung bei Bodenfliesen

Da die Fliesen „trocken“ verlegt werden, ist ein extrem planer Untergrund wichtig, da dieser quasi eins zu eins nach oben abgebildet wird. Deshalb wurde in Much der Boden großzügig mit einer leistungsfähigen Spezialmaschine abgeschliffen und partiell aufgespachtelt. Foto: Agrob Buchtal/Dietmar Schliemann

Für die Ausführung dieses Auftrags hatte der Bauherr bewusst ein Unternehmen aus dem Umkreis gewählt, die Firma Fliesen Baltes aus dem rund 20 Kilometer entfernten Gummersbach. Das Team unter der Leitung des Inhabers René Baltes konnte die Arbeiten wie folgt ausführen:

Am Sonntag um 9.00 Uhr wurde gestartet mit der Vorbereitung des Untergrundes in Form des bisherigen Bodenbelags, der durch Abschleifen mit einer leistungsfähigen Spezialmaschine und Aufspachteln auf die erforderliche Ebenflächigkeit gebracht wurde. Um 16.00 Uhr begann die Verlegung der ersten 550 Quadratmeter Bodenfliesen, die bereits um 18.30 Uhr abgeschlossen werden konnte.

Am Montag-Vormittag folgte von 8.00 bis 12.00 Uhr die Verlegung von weiteren 550 Quadratmetern. Anschließend gab es eine Zwangspause im positiven Sinn: Aus logistischen Gründen erfolgte die Anlieferung der Bodenfliesen verteilt auf mehrere Lkw. Als René Baltes am Montag-Mittag einen Mitarbeiter nach draußen schickte, um die nächste Palette der Bodenfliesen vom Lkw zu holen, meldete dieser, dass keine mehr da sei – die Verlegung konnte demnach schneller vorgenommen werden als gedacht.

Am Dienstag ab 9.00 Uhr ging es dann weiter mit der Verfugung der bisher verlegten Fläche und der Verlegung der restlichen rund 900 Quadratmeter Bodenfliesen. Danach mussten die Fliesenarbeiten zwei Tage ruhen auf Grund einer Baubehinderung: Die anderen Gewerke waren nicht nachgekommen und mussten erst „nachrücken“.

Am Freitag und Samstag-Vormittag erfolgte dann der Abschluss der „Dry-Tile“-Arbeiten, die somit in Summe in vier Arbeitstagen erledigt wurden.

Danach wurden an zwei weiteren Tagen nochmals umfassende Arbeiten ausgeführt und nach rund zweieinhalb Wochen Gesamt-Umbauzeit konnte der Frischemarkt planmäßig mit neuen Bodenfliesen wiedereröffnet werden.

Details zum System

Ein gerades Fugenbild, großzügige Verkehrsfächen und bewusst nicht zu hohe Regale: Der Supermarkt nach der Überarbeitung. Foto: Agrob Buchtal/Fliesen Baltes/Klaus Stange

Die „Dry-Tile“-Bodenfliesen sind ab Werk mit einer dünnen Korkrückseite versehen, die mit einem speziellen Verfahren dauerhaft appliziert wird. Diese Korkschicht steht allseitig definiert leicht über, sodass sich beim Aneinanderstoßen eine präzise Schmalfuge bildet, die dann mit einer für das System entwickelten Spezialfugmasse verfüllt wird. Unverfugt ist der Belag sofort für Folgearbeiten anderer Gewerke begehbar. Nach der Verfugung ist die Fläche nach 12 Stunden begehbar und nach weiteren 12 Stunden voll belastbar. Die Verlegung erfolgt „trocken“, ohne Fliesenkleber.

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