Vom 14. bis 16. Mai finden im Congress-Centrum Ulm die 68. Beton-Tage statt. Unter dem Motto „Transformation gestalten“ befasst sich der Leitkongress der Beton- und Fertigteilindustrie mit den Herausforderungen und Chancen des ökologischen und digitalen Wandels der Bauwirtschaft und fragt, welchen Beitrag die Betonindustrie dazu leisten kann.
Die Beton- und Zementbranche hat bislang noch einen sehr großen CO2-Fußabdruck, birgt aber auch große Potenziale für mehr Nachhaltigkeit. Diese aufzuzeigen, ist Ziel der diesjährigen Beton-Tage. Die geplanten Vorträge aus Wissenschaft und Praxis spannen einen thematischen Bogen von der CO2-reduzierten Betonherstellung über den Leichtbau und das serielle Bauen bis hin zur Kreislaufwirtschaft.
Pralles Programm
Das komplette Programm der Beton-Tage ist zu umfangreich, um an dieser Stelle in Gänze vorgestellt werden zu können. Es umfasst eine riesige Anzahl an Vorträgen an drei Tagen. Unter https://betontage.de ist es vollständig einsehbar. An dieser Stelle weisen wir nur auf einige Auszüge des Programms hin.

Erster Keynote-Speaker am Eröffnungstag wird der Unternehmer und Autor Jörg Heynkes aus Wuppertal sein. In seinem Vortrag „Warum wir die Welt nur digital retten oder gar nicht“ beschreibt er in welchem Umfang die industriellen Transformationsprozesse auch weitreichende gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen werden.
Ebenfalls am Eröffnungstag stellt Professor Manfred Curbach von der TU Dresden das neue Bauforschungszentrum „Living Art of Building“ (LAB) vor, das derzeit in Bautzen entsteht. Das Zentrum im Herzen der Lausitz wird künftig der Hauptsitz des Bundeszentrums für Bauforschung sein, wo am ressourcenschonenden und klimaneutralen Bauen der Zukunft geforscht werden soll. Die Forschung spielt eine Schlüsselrolle zur Erreichung der Klimaziele im Bausektor.
Am Vormittag des zweiten Kongresstages verrät Dr.-Ing. Michael Six von der Frankfurter Goldbeck GmbH, wie sich nachhaltiges serielles Bauen konsequent in die Praxis umsetzen lässt. Am Nachmittag stellt Prof. Josef Hegger von der RWTH Aachen im Rahmen des „Besonderen Beitrages“ seine Vision von der Zukunft des Bauens vor.
Am dritten und letzten Tag wird unter anderem Prof. Dr. Peter Schwehr von der Hochschule Luzern unter der Überschrift „Das neue Zeitalter gestalten“ ein Plädoyer für den Perspektivenwechsel im Bauwesen halten. Und Dipl.-Ing. Henrik Funke vom Chemnitzer Steinbeis-Innovationszentrum Fiber-Crete spricht über „Grüne Architektur in der Urbanen Gestaltung“.
Zahlreiche Vorträge sind auch im Rahmen der insgesamt zwölf „Podien“ geplant, die sich jeweils einem Schwerpunktthema widmen. Im Podium „Praxisgerechte Forschung für Beton“ werden beispielsweise die neuesten Erkenntnisse zur CO2-reduzierten Herstellung von Baustoffen und Bauteilen präsentiert. Auch ein komplettes Podium rund um den Carbonbeton gehört zum diesjährigen Angebot der Beton-Tage.
Begleitet wird das Branchenevent wie immer von einer umfangreichen Informationsausstellung, auf der sich über 130 Unternehmen und Start-ups aus der Zuliefer-, Maschinen- und Softwareindustrie präsentieren.