RM Rudolf Müller

Verschmutzung mit erkennbar sauberer Fassade bei konstruktiven Wetterschutz unter der Fensterbank.

Fassade und Massivbau
18. April 2019 | Artikel teilen Artikel teilen

Fassade vor Pilze und Algen schützen

Die Gebäudehülle soll ansprechende Oberflächenoptiken über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten und einen effektiven Schutz der Fassade gegenüber Witterungseinflüssen gewährleisten. Was gemacht werden kann, lesen Sie hier.

Im Laufe der Zeit bilden sich Verschmutzungsansammlungen auf der Fassade und werden, je nach den vorliegenden Parametern, in einer unterschiedlicher Art und Weise deutlich. Insbesondere Algen und Pilze auf Fassadenoberflächen sind unschön und können nach einer Handwerksleistung zu Unstimmigkeiten führen.

Der größte Anteil der Verschmutzungsart (circa 90 Prozent) liegt mit einer Besiedelung durch Algen und Pilzen auf der Fassade vor. Die größte Anforderung des Marktes an Fassadenprodukte ist es, ein Wachstum auf den Oberflächen möglichst zu verhindern. Zum besseren Entgegenwirken dieser Verschmutzungsart werden Fassadenprodukten biozide Wirkstoffe, auch Filmschutz genannt, zum Abtöten der Mikroorganismen hinzugefügt. Erfahrungswerte zeigen, dass momentan mit dem Verzicht von Bioziden die Verschmutzungsresistenz gegenüber Algen und Pilze von kürzerer Dauer ist. Mit der Entwicklung zu den energetisch effizienteren Gebäudehüllen hat sich ebenfalls gezeigt, dass dünnschichtige, mineralische Edelputze für eine genügende Verschmutzungsresistenz einen nachfolgenden Fassadenschutzanstrich mit mindestens einem Zwischen- und Schlussanstrich haben sollten.

Biozide gegen Algen und Pilze auf der Fassade

Entwickelt haben sich in diesem Zusammenhang auch Diskussionen über den Einsatz von Bioziden. Die bioziden Wirkstoffe müssen eine Wasserlöslichkeit vorweisen, um bei den Mikroorganismen wirken zu können. Mit der Wasserlöslichkeit liegt ebenfalls ein Auswaschen auf der Fassade vor, was zu einem Eintrag in das Erdreich führen kann.

Noch ist die Situation so, dass ein verbindlicher Schutz vor einem Algen- und Pilzbefall vorwiegend durch den Einsatz von Bioziden gegeben ist. Technische Weiterentwicklungen, wie ein reduziertes Auswaschen durch verkapselte Biozide, vermindern die Umweltbelastung. Zudem sind durch die Biozidrichtlinie und die REACH-Verordnung die zu verwendeten Produkte stark reglementiert. Der Einfluss auf Mensch und Umwelt ist bei zugelassenen Wirkstoffen, die die gesetzlichen Vorgaben einhalten, sehr gering. Ein wirksamer Materialschutz bringt eine Nachhaltigkeit, wenn dadurch eine bessere Verlässlichkeit und folglich der Renovierungszyklus größer wird.

Der Artikel wurde in gekürtzter Form dem März Heft von BaustoffWissen entnommen. Zur ganzen Ausgabe geht es hier.

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