Die Betriebskosten werden in Deutschland zunehmend zur zentralen Herausforderung für Wohnimmobilien. Vor allem die warmen Betriebskosten steigen signifikant an. In vielen Wohnungsbeständen machen sie mittlerweile zwischen 40 und 50 % der Gesamtmiete aus. Das zeigt der „ImmoBench Marktbericht 2025“, den die Marketing-Vereinigung deutscher Immobilienunternehmen im Juni veröffentlicht hat.
Der ImmoBench Marktbericht analysiert seit 1999 die deutschlandweite Entwicklung der Betriebskosten auf Grundlage von Portfoliodaten institutioneller Investoren und Bestandshalter sowie Informationen aus der Immobilienverwaltung. Die Marketing-Vereinigung deutscher Immobilienunternehmen (MVDI) – eine Gesellschaft der Immobiliengruppe Rhein-Neckar – veröffentlicht ihn gemeinsam mit der Bauakademie Performance GmbH. Interessierte können den Bericht kostenfrei auf der Website des MVDI bestellen (Direktlink zum Bestellformular hier ).
Betriebskosten als Wettbewerbsfaktor
Der aktuelle Marktbericht 2025 beruht auf abgerechneten Daten von 2023. Er zeigt, dass sich die Betriebskosten zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für die Bezahlbarkeit von Wohnraum entwickelt haben. „Die Betriebskosten sind längst nicht mehr nur ein administrativer Abrechnungsposten, sondern ein strategischer Wettbewerbsfaktor in der Wohnungswirtschaft“, unterstreicht Dr. Thomas Glatte, Vorstandsvorsitzender der Immobiliengruppe Rhein- Neckar und zugleich MVDI-Geschäftsführer.
Besonders seit der Energiekrise infolge des Ukrainekriegs haben sich die Nebenkosten deutlich erhöht. Laut Marktbericht lagen die gesamten Betriebskosten im Median bei 2,69 Euro pro Quadratmeter und Monat, nach 2,32 Euro im Vorjahr. Damit stiegen sie gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 16 %. In vielen Wohnungsbeständen machen Betriebskosten laut MVDI inzwischen 40–50 % der Gesamtmiete aus. Ein Hauptgrund dafür ist der Anstieg der warmen Betriebskosten – also der Kosten für Raumheizung und Warmwasser. Laut Marktbericht erhöhte sich dieser Kostenanteil zuletzt im Vorjahresvergleich um rund 42 %.
Der ImmoBench-Bericht identifiziert insbesondere sechs Kostenarten als zentrale Kostentreiber: laufende öffentliche Lasten, Wasserversorgung und Entwässerung, Heizungs- und Warmwasserkosten, Hausreinigung, Versicherungen sowie Hauswartleistungen. Diese Positionen machen den Großteil der umlagefähigen Betriebskosten aus.
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