Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat letzten Donnerstag die Förderung von 314 Sportstätten im Rahmen des neuen Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ beschlossen. Dafür sollen insgesamt 333 Mio. Euro aus dem „Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität“ bereitgestellt werden.
„Damit schaffen wir die Grundlage, um Städte und Gemeinden bei der dringend notwendigen Modernisierung ihrer Sportstätten wirksam zu unterstützen“, sagt Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. „Mit dem Programm investieren wir gezielt in eine zukunftsfähige Infrastruktur: modern, barrierefrei und nachhaltig. So stellen wir sicher, dass gute Bedingungen für den Breiten- und Vereinssport auch langfristig erhalten bleiben – auf dem Platz, in der Halle und im Schwimmbad.“
Kleine und große Projekte
Bei den insgesamt 314 Sanierungsobjekten aus ganz Deutschland, die im Rahmen der ersten Förderrunde des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ unterstützt werden sollen, reicht das Spektrum von eher kleinen Finanzspritzen bis hin zu Millionenprojekten. Die geringste Bundesförderung für ein einzelnes Projekt liegt bei genau 250.000 Euro. Ein Betrag in dieser Höhe soll insgesamt an folgende sechs Projekte gehen:
- Sanierung der Leichtathletiklaufbahn in Bensheim,
- Sanierung und Erweiterung des Sportzentrums Pfaffenaue in Biblis,
- Sanierung des Kunstrasenplatzes in Hünstetten-Wallrabenstein,
- Sanierung des Kunstrasenplatzes der Wendelinusschule in Klein-Umstadt,
- Sanierung der Sporthalle in Rimbach (Odenwald),
- Sanierung der Sportfreianlage in Seevetal-Meckelfeld.
Demgegenüber stehen aber auch zahlreiche deutlich teurere Projekte, für die mehrere Millionen Euro fließen sollen. Hier die sechs Projekte mit der voraussichtlich höchsten Bundesförderung:
- Ersatzneubau der Haupttribüne des Stadions Oberwerth in Koblenz (8 Mio. Euro),
- Sanierung und Erweiterung des Volksstadions in Greifswald (7,9 Mio. Euro),
- Sanierung des Freibades Bambados in Bamberg (7,5 Mio. Euro),
- Sanierung der Mehrzweckhalle in Lauingen/Donau (6,5 Mio. Euro),
- Sanierung des Kurt-Bürger-Stadions in Wismar (5,6 Mio. Euro),
- Sanierung und Erweiterung der Sportfreianlage in Wilkau-Haßlau (5 Mio. Euro).
Energetische Anforderungen
Im Mittelpunkt des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ steht laut Bundesregierung eine nachhaltige Sanierung der Einrichtungen. Die zu sanierenden Gebäude und Anlagen müssen nach Baufertigstellung definierte energetische Standards erfüllen.
Freibäder sollen nach Abschluss der Maßnahmen möglichst klimaneutral betrieben werden können, in dem sie über eine klimaneutrale Wärmeversorgung verfügen beziehungsweise ihren Anteil an erneuerbaren Energien gesteigert sowie den Ressourcenverbrauch gesenkt haben.
Auch bei der Sanierung von Sportfreianlagen gelten klare ökologische Vorgaben: Werden beispielsweise Kunstrasenplätze erneuert, müssen dafür recyclebare nachhaltige Materialien verwendet werden. Kunstrasensysteme mit synthetischen Füllstoffen sind von der Förderung ausgeschlossen.
Für die ausgewählten Projekte startet nun das Antragsverfahren. Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), das mit der Umsetzung des Programms beauftragt ist, wird die Projektkommunen hierzu kontaktieren. Eine Liste mit allen ausgewählten 314 Projekten steht hier als PDF-Download zur Verfügung.
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