Betonzusatzmittel steuern wesentliche Eigenschaften des Baustoffs. (Quelle: Pixabay)

Aktuell 2024-06-03T07:00:00Z Dekarbonisierung von Betonzusatzmitteln?

Wenn es um die die Reduzierung der CO2-Emissionen bei der Betonherstellung geht, steht meist das Bindemittel Zement im Fokus. Doch auch moderne Betonzusatzmittel (BZM) können und müssen dazu einen Beitrag leisten. Die Deutsche Bauchemie hat hierzu die Informationsschrift „Beitrag der BZM-Industrie zur Dekarbonisierung der Betonbauweise“ veröffentlicht.

Die 16-seitige Publikation zeigt auf, welche Erfolge bei der Minderung der CO2-Emissionen auf diesem Wege bereits erreicht wurden und welche weiteren Schritte noch notwendig sind. Im Kontext einer sich stark verändernden Rohstoffbasis im Betonbau wird dargelegt, wie Betonzusatzmittel ihre Funktion zur Steuerung der Betoneigenschaften auch in Zukunft wahrnehmnen und zugleich zur Erreichung einer klimaneutralen Betonbauweise beitragen können. Die Informationsschrift steht unter www.deutsche-bauchemie.de (Publikationen) zum Download bereit und kann dort auch als Printversion bestellt werden.

16-seitige Publikation

Das einleitende Kapitel der Infoschrift zeichnet zunächst den Erfolgsweg von Betonzusatzmitteln nach, ohne die Betontechnologie heutiger Vielfältigkeit und Qualität nicht vorstellbar ist.

Die Publikation gibt es auf www.deutsche-bauchemie.de als kostenlosen Download. (Quelle: Deutsche Bauchemie)

Im zweiten Abschnitt beschreiben die Autoren die bereits erfolgte technische Weiterentwicklung von Betonzusatzmitteln hin zu mehr Nachhaltigkeit. Sie zeigen auf, wie eine Senkung des CO2-Fußabdrucks von Betonzusatzmitteln insbesondere durch die Senkung des

Welche künftigen Chancen es auf dem Weg zur weiteren Dekarbonisierung von Beton gibt und welche Rolle hier Betonzusatzmittel einnehmen, wird im dritten Kapitel unter anderem anhand der Wirkungsgruppen Fließmittel, Erhärtungsbeschleuniger und Stabilisierer/Viskositätsmodifizierer aufgezeigt. Die Autoren gehen hier auch auf die Funktion von BZM zur Optimierung der Lebensdauer von Betonbauteilen und auf das Thema Recycling ein.

Dem Abschnitt über die Verwendung CO2-reduzierter Betone bei aktuell realisierten Bauvorhaben folgt ein Ausblick mit konkreten Vorschlägen und technischen Maßnahmen zur weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen bei der Betonherstellung. Eine Liste mit Literaturhinweisen rundet die Publikation ab.

Die europäische Norm DIN EN 934-2:2012 definiert ein Betonzusatzmittel als flüssigen oder pulverförmigen Stoff, „der während des Mischvorgangs des Betons in einer Menge hinzugefügt wird, die einen Massenanteil von 5 % des Zementanteils im Beton nicht übersteigt, um die Eigenschaften der Betonmischung im frischen und/oder erhärteten Zustand zu verändern“. Betonverflüssiger und Fließmittel sind die mengenmäßig mit Abstand am häufigsten eingesetzten Zusatzmittel. Weitere Infos zum Thema bietet auch der BaustoffWissen-Beitrag „ Die wichtigsten Betonzusatzmittel “.

zuletzt editiert am 31. Mai 2024
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