Auf Wunsch der Bauherrin entstand in Ingolstadt ein Wohnhaus, bei dem gänzlich auf rechte Winkel verzichtet wurde. Zwei Rundtürme prägen das Erscheinungsbild. (Quelle: Bauunternehmung Hammerer)

Objektberichte 2019-07-01T06:00:03Z (Fast) ohne Ecken und Kanten

Für manche sind Türme ein bauliches Relikt aus früheren Jahrhunderten. Doch die einst beliebte Gebäudeform kann auch heutzutage Modernität ausstrahlen – wie bei einem kürzlich errichteten Wohnhaus in Ingolstadt (Bayern). Das Gebäude wird im Erscheinungsbild durch zwei auffällige Rundtürme geprägt. Diese wurden mit „Unipor W08 Coriso“-Mauerziegeln von Leipfinger-Bader (Vatersdorf) umgesetzt.

Idyllisch im parkähnlichen Garten gelegen, passt sich das Gebäude in die umgebende Landschaft ein. Die Nähe zur Natur spielte nicht nur bei der Lage, sondern auch bei der Wahl der Baustoffe eine wichtige Rolle. (Quelle: Bauunternehmung Hammerer)
Mit Ziegeln geht es rund: Auch bei der ungewöhnlichen Gebäudeform ließen sich die „Unipor“-Mauerziegel aus dem Hause Leipfinger-Bader laut Hersteller zügig verarbeiten – im Mörtelschlitten-Verfahren mit deckelndem Dünnbettmörtel. (Quelle: Bauunternehmung Hammerer)
Der Mittelbau verläuft auf der Rückseite ebenfalls rund und spannt die beiden Türme halbkreisförmig ein. Die Mittelachse ist dabei exakt auf den Teich zentriert, sodass man von der Galerie den Ausblick auf den parkähnlichen Garten genießen kann. (Quelle: Bauunternehmung Hammerer)
Für das Mauerwerk wurde der „Unipor W08 Coriso“ mit mineralischer Dämmstoff-Füllung von Leipfinger-Bader verwendet. (Quelle: Bauunternehmung Hammerer)
Besonderer Blickfang: Die Holz-Schindeldächer mit ihren großen Dachüberständen sind optisch prägende Elemente des Gebäudes. (Quelle: Bauunternehmung Hammerer)

Die Bauherrin hatte sehr individuelle Vorstellungen von der Gestaltung ihres Hauses und der Aufteilung der Nutzfläche. Sie wünschte sich ein Gebäude möglichst ohne rechten Winkel. Für den Ingolstädter Architekten Michael Breucha stellte das eine reizvolle Herausforderung dar. Er entwarf in enger Abstimmung mit der Bauherrin einen Baukörper mit einem Mittelbau und jeweils beidseitig anschließenden Rundtürmen. Der Mittelbau verläuft auf der Rückseite ebenfalls rund und spannt halbkreisförmig die seitlichen Türme teilweise mit ein. Seine Mittelachse ist exakt zentriert auf den Teich ausgerichtet. Neben der ungewöhnlichen Gebäudeform sind auch die Fensteranordnung und Holz-Schindeldächer mit ihren großen Dachüberständen besondere Blickfänge. Die Holz-Schindeldeckung wurde passend zur Dacheindeckung des Haupthauses gewählt. Sie findet sich sogar beim Garagendach wieder und rundet so das Gesamterscheinungsbild des Gebäudekomplexes harmonisch ab.

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zuletzt editiert am 21. Mai 2024
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