Collage grüner Architektur mit dem Hauptmotiv vertikale Begrünung und Dachbegrünung: Ein begrüntes Innenatrium mit hängenden Pflanzen, eine blühende Dachwiese, begrünte Balkone einer Wohnhochhausfassade und ein urbaner Platz mit Pflanzsäulen und Sitzbänken zeigen nachhaltige Stadtbegrünung und naturnahe Gestaltung.
Die vier Siegerobjekte des Wettbewerbs „Gebäudegrün des Jahres 2026“. (Quelle: Christoph Platzer, Heidel Dachbegrünung, Patrick Frauchinger, Robert Brandt)

Aktuell 2026-07-13T07:00:00Z Gebäudegrün des Jahres

Insgesamt 50 Vorzeigeobjekte standen im Wettbewerb „Gebäudegrün des Jahres 2026“ vom Bundesverband Gebäude-Grün zur Wahl. Mitte Juni wurden schließlich im Rahmen des „Weltkongress Gebäudegrün“ zwölf Begrünungsprojekte in vier Kategorien feierlich ausgezeichnet.

Der Wettbewerb „Gebäudegrün des Jahres“ wird vom Bundesverband Gebäudegrün (BuGG) jedes Jahr ausgerichtet. Der Verband lädt dafür jedes Jahr seine Mitglieder ein, die schönsten Bilder und eine kurze Beschreibung ihrer Begrünungsprojekte einzureichen. Die Prämierung der besten Projekte findet in folgenden vier Kategorien statt: Dach-, Fassaden-, Innenraum- und Sonderbegrünung.

Gründach des Jahres

Den ersten Platz bei der Wahl zum BuGG-Gründach des Jahres 2026 belegte das Projekt Kita Chladeniusstraße in Großenhain. Das neue Biodiversitätsgründach ist ein wahrer Insektenmagnet und ein blühender Blickfang für die gesamte Umgebung. Rund 5.000 Stauden und Gräsern, Sedum sowie Wild- und Kulturkräutern zieren das Dach.

Das Hauptmotiv ist ein begrüntes Flachdach: eine Luftaufnahme eines modernen, niedrigen Gebäudes mit extensiver Dachbegrünung, mehreren schrägen Dachaufbauten/Dachfenstern und üppiger Vegetation. Das Gebäude liegt in einem ruhigen Wohngebiet, umgeben von Bäumen, Wegen und Parkflächen; im Vordergrund sind Fahrradständer und ein Parkplatz zu erkennen. Die Szene vermittelt nachhaltige Architektur, ökologische Dachgestaltung und städtische Begrünung.
Gewinner in der Kategorie „BuGG-Gründach des Jahres 2026“ ist die Kita Chladeniusstraße in Großenhain. (Quelle: Heidel Dachbegrünung GmbH)

Neben einer trockenheitsverträglichen Vegetation mit Kräutern wie Salbei und Thymian sind dort Totholzstapel und Sandlinsen als Lebensräume für Insekten integriert. Geplant wurde das Gründach von Blaurock Landschaftsarchitektur aus Dresden. Umgesetzt wurde es von der Heidel Dachbegrünung GmbH aus dem sächsischen Hartenstein. Beide sind Mitglieder im BuGG.

Grünfassade des Jahres

„BuGG-Fassadenbegrünung des Jahres 2026“ wurde der Garden-Tower in Wabern (Schweiz). Eingebettet zwischen dem Berner Hausberg Gurten und der Aare, ist Wabern eine der begehrtesten Wohnlagen im Umland der Schweizer Hauptstadt Bern. Futuristisch und nachhaltig ragt dort ein begrüntes Wohngebäude in die Höhe: Der Garden-Tower ist das erste Hochhaus in der Schweiz, dessen Fassade vollständig bepflanzt ist.

Ein rundes, modernes Wohnhochhaus mit zahlreichen begrünten Balkonen und vertikalen Gärten steht in einer städtischen Umgebung; im Vordergrund und Hintergrund sind weitere Wohngebäude, Bäume und bewaldete Hügel unter klarem Himmel zu sehen.
Fassadenbegrünung des Jahres wurde der Garden-Tower in Wabern. (Quelle: BuGG)

Auf jedem Balkon des 53 m hohen Bauwerks befinden sich Kletterpflanzen. Sie ranken an einem vorgespannten Edelstahlseilnetz bis in die oberen Etagen empor. Geplant und ausgeführt wurde die geschossgebundene Fassadenbegrünung mit insgesamt 100 Pflanztrögen vom BuGG-Mitglied Carl Stahl ARC GmbH aus Süßen.

Innenraumbegrünung des Jahres

In der Kategorie Innenraumbegrünung gewann das Projekt x-tention Campus in Wels (Österreich). Am neuen Hauptsitz der x-tention Informationstechnologie GmbH entstand gewissermaßen ein Wald mitten im Gebäude.

Hauptmotiv: Hängende grüne Pflanzen, die von einer oberen Galerie im Atrium herabhängen. Moderner Büroinnenraum mit offenem Lounge-Bereich, grüner Polstermöblierung, Holzbeistelltischen und Regalen; großzügige, lichtdurchflutete Fläche mit üppiger Bepflanzung als biophiles und nachhaltiges Gestaltungselement.
Der x-tention Campus in Wels wurde als beste Innenraumbegrünung ausgezeichnet. (Quelle: Christoph Platzer)

Zwei begrünte Atrien bilden das Herzstück des Campus. Sie sollen für eine angenehme Atmosphäre sorgen und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden fördern.

Das vielfältige Indoor-Ökosystem, mit Gehölzen von bis zu 8 m Höhe, wurde vom BuGG-Mitglied Weitmann Raumbegrünung umgesetzt. Das oberösterreichische Unternehmen gehört dem Netzwerk Element Green an – ein Zusammenschluss von Innenraumbegrünern der DACH-Region.

Weitmann Raumbegrünung übernimmt auch die Pflege der mehr als 2.000 Pflanzen aus rund 50 Arten und Sorten, die im x-tention Campus eine Arbeitsumgebung schaffen sollen, die Technologie, Nachhaltigkeit und Aufenthaltsqualität miteinander verbindet.

Sonderbegrünung des Jahres

Den ersten Platz bei der BuGG-Sonderbegrünung des Jahres 2026“ schließlich gewann das Projekt „mitteNgrün Nikolaistraße“ im Zentrum Hannover. Dabei handelt es sich um einen begrünten Innenhof, der auf begrenzter Fläche Aufenthaltsqualität und ökologische Funktion vereint.

Begrünter Innenhof einer modernen Wohnanlage mit hoher Vertikalbegrünung an Rankgittern, blühenden Hortensien und einem gepflasterten Weg. Zentral befindet sich eine Holzbank auf einer erhöhten Sitzfläche, umgeben von Balkonen, Treppen und urbaner Architektur.
Das Projekt „mitteNgrün“ in der Nikolaistraße in Hannover wurde zur „BuGG-Sonderbegrünung des Jahres 2026“ gewählt. (Quelle: Robert Brandt)

Vertikale Ranksäulen schaffen bei diesem Projekt eine Rückzugs- und Erholungsoase auf engstem Raum. Zur Begrünung wurden hochrankende Pflanzen wie Pfeifenwinden und Wilder Wein sowie schattenverträgliche Gräser und Farne eingesetzt. Hortensien und Frühblüher sorgen für Blütenaspekte von Frühling bis Herbst in den Beeten. Durch ein Insektenhotel wird zudem die Biodiversität gefördert.

Wesentliche Gestaltungselemente bei mitteNgrün sind vertikal gestellte Traversen, die als Ranktürme dienen und über mehrere Ebenen reichen. Sie werden durch ein Edelstahl-Seiltragwerk vom BuGG-Mitglied Carl Stahl ARC GmbH aus Süßen stabilisiert.

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zuletzt editiert am 09. Juli 2026
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