Der GD Holz gilt als repräsentativer Branchenverband des deutschen Holzhandels. (Quelle: GD Holz)

Aktuell 2024-02-05T08:00:00Z Holzhandel mit 15 % Minus

Der deutsche Holzhandel verzeichnet für das Jahr 2023 einen teils deutlichen Umsatzrückgang über alle Sortimentsbereiche hinweg. Das ergab die Jahresauswertung des Betriebsvergleichs, den der Gesamtverband Deutscher Holzhandel monatlich unter seinen Mitgliedern erhebt.

Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel (GD Holz) vertritt etwa 800 Mitgliedsunternehmen und gilt damit als repräsentativer Branchenverband des hiesigen Holzhandels. Unter seinen Mitgliedern fragt er regelmäßig die Umsatzentwicklung in den verschiedenen Sortimentsbereichen ab. Die monatlichen Abfragen des letzten Jahres wurden nun zur Jahresauswertung 2023 zusammengefasst. Schlechte Nachricht: Die befragten Unternehmen verzeichneten insgesamt einen Umsatzrückgang von 15 % gegenüber dem Vorjahr.

Alle Sortimente betroffen

Von diesem Umsatzrückgang sind alle wichtigen Sortimente sowohl im Holzgroßhandel als auch im Holzeinzelhandel betroffen. Für den Bereich Schnittholz ergab die Jahresauswertung das größte Minus (–24 %), während der Bereich Bauelemente (Innentüren) die geringsten Rückgänge zu verkraften hatte (–5 %). Einzig der Bereich Dienstleistungen konnte 2023 zulegen (+9 %).

Nach Angaben des GD Holz sind die Rückgänge nur teilweise den weiter nachgebenden Preisen geschuldet. Als Hauptursache betrachtet der Verband die allgemein schwache Nachfrage im Bausektor, insbesondere die viel zu geringen Baufertigstellungen. Auch der Absatz gegenüber dem Endverbraucher sei sehr unbefriedigend. Erschwerend komme für die Branche hinzu, dass viele Kosten inflationsbedingt stark angestiegen sind. Die Händler beklagen unter anderem einen drastischen Anstieg der Lkw-Maut und der CO2-Steuer.

Die Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich erwarten für das erste Halbjahr 2024 keine durchgreifende Änderung. Eine Mehrheit erwartet sogar weiter rückläufige Umsätze, etwa ein Drittel der Befragten geht von gleichbleibenden Umsätzen aus.

zuletzt editiert am 01. Februar 2024