In Bocholt im Westmünsterland gibt es ein neues Wohnquartier in Flussnähe. Das Projekt „7 Höfe“ umfasst insgesamt 375 energieeffiziente Wohnungen. Eine architektonische Besonderheit ist die „individuelle“ Dachlandschaft mit vielen ungleich geneigten Teilflächen. Die Umsetzung erforderte Lüfter, die sich trotz der variierenden Dachneigungen lotrecht einbauen lassen.
Im Rahmen des Projekts 7 Höfe entstanden auf einem 42.000 m2 großen Grundstück, das an den Bocholter Fluß Aa angrenzt, insgesamt 375 energieeffiziente Wohnungen – geeignet für unterschiedliche Wohnformen. Die Bauherrin Stadt + Quartier GmbH – ein Joint Venture der Wohn-Bau Westmünsterland und der Sparkasse Westmünsterland – investierte dafür rund 130 Mio. Euro. Die Bauarbeiten begannen im Sommer 2023, die ersten Mieter sollten Anfang 2026 ihre Wohnungen beziehen. Teil des Projekts ist auch eine soziale Infrastruktur mit Quartierstreff und Kindergarten.
Ungleich geneigte Dachflächen
Das Bauprojekt umfasst sieben Abschnitte, die allesamt unterschiedlich ausgestaltet wurden. Die einzelnen Baukörper stehen relativ weit auseinander – so sind weitläufige Höfe entstanden, die dem Namen des Projektes gerecht wurden. Für den Bocholter Bürgermeister Thomas Kerkhoff sind die „7 Höfe“ das „spannendste Wohnbau- und Umnutzungsprojekt im gesamten Münsterland“. Das äußerte er zumindest in seiner Rede anlässlich des Spatenstichs im Juni 2023.

Optisch ungewöhnlich kommt das neue Wohnquartier zweifellos daher. Das liegt nicht zuletzt an der komplexen Dachlandschaft, die man durchaus als spannend bezeichnen kann. Die an Shed- oder Industriedächer erinnernden individuellen Formen entstanden, indem mehrere selbsttragende, ungleich geneigte Konstruktionen nebeneinander gesetzt wurden. Die Dachneigung variiert zwischen 19 und 45 Grad. Als Dachpfannen-Modell entschied man sich für die Finkenberger-Pfannen in Ziegelrot des Herstellers Nelskamp.
„Aufgrund der unterschiedlichen Neigungen der Dachfläche bestand die zentrale Herausforderung darin, einen Lüfter zu finden, der immer lotrecht eingebaut werden kann“, sagt Miguel Haparta, Niederlassungsleiter beim Planungsbüro Zonzalla Ingenieure. „Außerdem sollte die Kappe bei Bedarf abnehmbar sein, um eine Abwasserstrangentlüftung nach DIN 1986-100 zu gewährleisten. Und natürlich musste der Lüfter auch farblich zu den Finkenberger-Dachpfannen passen.“
Leicht einzusetzender Problemlöser
Die Wahl fiel auf den Aura-Lüfter DN 125 von Fleck. „Er vereint alle Anforderungen in einem Produkt, lässt sich leicht einbauen und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis“, begründet Stefan Goldschmidtböing die Entscheidung. Sein Unternehmen – die Goldschmidtböing Bedachungen GmbH aus Rhede – war von den Fachplanern von Farwick und Grote sowie Zonzalla Ingenieure, beide mit Sitz in Ahaus, für die Dacharbeiten der ersten drei Bauabschnitte beauftragt worden. Dabei ging es um die Fertigstellung von insgesamt 20.000 m2 Dachfläche.

Der Aura-Lüfter DN 125 ist mit einem Standardkopf, abnehmbarer Wetterkappe sowie einem Reduzierungsadapter auf DN 100 ausgestattet. Der individuell einstell- und stets lotrecht einbaubare Lüfter ist bis circa 60 Grad Dachneigung einsetzbar. In den ersten beiden Bauabschnitten verbaute Goldschmidtböing Bedachungen rund 300 Aura-Lüfter. Insgesamt sollten etwa 900 Lüfter zum Einsatz kommen.
Einige der Lüfter wurden mit dem „Flairkopf“ von Fleck für motorisch betriebene Lüftungen ausgestattet. Dieses Produkt zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass es Tauwasser sowie Regen abfängt und auf die Dachfläche ableitet. Außerdem lieferte Fleck eine Vielzahl an Wrasenlüftern mit einer Nennweite von DN 150, DN 200, DN 250 und auch einige in DN 300. Sie dienen zum Abführen großer, stark mit Feuchtigkeit und Dämpfen belasteter Abluftmengen.
Einheitliche Lösung
Die individuelle Dachkonstruktion des Projekts trägt wesentlich zum Gesamterscheinungsbild der 7 Höfe bei. Mit dem Aura-Lüfter von Fleck wurde für die technisch anspruchsvolle Herausforderung der verschiedenen Dachneigungen eine einheitliche Lösung gefunden, die funktional überzeugt und die Architektur des Gebäudes aufnimmt.

Die Fleck GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen aus Datteln (NRW), das seit über 65 Jahren Dachzubehör entwickelt und herstellt. Der Hersteller, der bis heute in Familienbesitz ist, bietet seinen Kunden ein breites Produktportfolio bestehend aus Zubehör für Flach- und Steildächer sowie Solaranwendungen wie Photovoltaik und Solarthermie .
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