Ein Tortendiagramm veranschaulicht die prognostizierten Marktanteile für verschiedene Estricharten im Jahr 2026. Es zeigt die Aufteilung von Zementestrich, Calciumsulfat-Fließestrich, Calciumsulfatestrich, Zementfließestrich und sonstigen Estrichen in Millionen Kubikmetern.
Die Statistik informiert auch über die Marktanteile der einzelnen Estrich-Produkte. (Quelle: VDPM)

Aktuell 2026-09-28T07:00:00Z Marktstatistik Estrichmörtel 2026

Die schwache Baukonjunktur in Deutschland wird voraussichtlich auch dieses Jahr wieder zu einem geringeren Absatz von Estrichmörtel führen. Das geht aus der aktuellen Estrichmörtel-Marktstatistik für 2026 hervor, die der VDPM gemeinsam mit der B+L Marktdaten GmbH Anfang September veröffentlicht hat.

Die neue Statistik wurde im Rahmen des 9. Fließestrichforums am 7./8. September in Fulda vorgestellt. Der Estrichmörtel -Absatz in Deutschland ist schon seit mehreren Jahren rückläufig. Lag er 2020 noch bei 3,7 Mio. m3, wird er Ende dieses Jahres voraussichtlich nur noch bei 2,4 Mio. m3 liegen. Diesen Wert hat B+L im Rahmen der Prognose für 2026 hochgerechnet.

Immerhin würde das Absatzminus damit im Vergleich zu 2025 (2,5 Mio. m³) nur noch –3,5 % betragen, nach zweistelligen prozentualen Rückgängen in den beiden Vorjahren. „Insofern sind wir angesichts der aktuellen Zahlen froh, dass sich der Trend zum Positiven in diesem Jahr fortsetzen wird, wenn auch nach wie vor im Minusbereich“, erklärt Antje Hannig, Geschäftsführerin beim Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM).

Einzelne Estrich-Produkte

Die Statistik von VDPM und B+L Marktdaten liefert auch differenzierte Zahlen zu einzelnen Estrich-Produkten. Zementestrich als Werktrockenmörtel (Sackware) verzeichnet 2026 mit –7,4 % den höchsten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, gefolgt von Calciumsulfat-Fließestrich als Werktrockenmörtel (Silo) mit –6,5 % und Calciumsulfat-Fließestrich als Werkfrischmörtel (Fahrmischer) mit –4,6 %.

Ein Säulendiagramm zeigt die Entwicklung des Estrichmarktes in Deutschland im Zeitraum von 2016 bis 2026. Die Daten sind in Millionen Kubikmetern angegeben, wobei die Werte ab 2024 eine Prognose darstellen, erkennbar an der abnehmenden Tendenz im Vergleich zu den Vorjahren.
Der Estrichmarkt ist schon länger rückläufig. Hinweis: Auch von 2020 auf 2021 gab es einen leichten Rückgang, die Differenz lag aber im Dezimalbereich. (Quelle: VDPM)

Bei Fließestrichen aus dem Mixmobil ergibt sich ein Minus von –2,5 %, bei konventionellem Baustellen-Zementestrich von –2 %. Mit einem ganz geringen Minus von –0,5 % liegt Schnellestrich nahezu auf Vorjahresniveau. Alle sonstigen Estrich-Produkte, wie zum Beispiel Magnesiaestriche oder Gussasphaltestriche , verzeichnen einen Rückgang um –6 % (Vorjahr: –11,2 %).

Wie schon in den vergangenen Jahren sind die Marktanteile der verschiedenen Estrichmörtel prinzipiell gleichgeblieben. Konventioneller Zementestrich behält die erste Position mit aktuell 1,03 Mio. m³ und einem Anteil von 43 %. Es folgt Calciumsulfat-Fließestrich mit 0,65 Mio. m³ (27 % Marktanteil). Die weitere Verteilung umfasst konventionellen Calciumsulfat-Estrich mit 0,22 Mio. m³ (9 %), Zementestrich (als Werktrockenmörtel) mit 0,20 Mio. m³ (8 %), sonstige Estriche (inklusive Schnellestriche) mit 0,25 Mio. m³ (11 %) und Zementfließestrich mit 0,05 Mio. m³ (2 %).

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zuletzt editiert am 25. September 2026
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