Ein Handwerker montiert WPC-Terrassendielen.
Die neuen Güte- und Prüfbestimmungen beziehen sich auf WPC-Terrassendielen. (Quelle: ronstik – stock.adobe.com / QGH)

Aktuell 2026-02-23T08:00:00Z Neue Güte- und Prüfregeln für WPC

Die Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe hat ihre Güte- und Prüfbestimmungen für Terrassendielen aus Holz-Polymer-Verbundwerkstoff (WPC) grundlegend überarbeitet. Das neue Regelwerk löst die bisherigen Bestimmungen von 2017 vollständig ab.

Die Qualitätsgemeinschaft Holzwerkstoffe (QGH) vergibt das „Qualitätszeichen Holzwerkstoffe“, das für ihre Mitglieder verbindlich ist. Das Siegel umfasst Qualitätsanforderungen für die Produktgruppen Spanplatten , Sperrholz und Holz-Polymer-Werkstoffe ( WPC ). Die novellierten Güte- und Prüfbestimmungen für WPC-Terrassendielen sind auf der QGH-Internetseite abrufbar (Direktlink hier ).

Hohe Qualitätsanforderungen

Die Regeln der im Dezember letzten Jahres fertiggestellten Novelle 2025 sollen für noch mehr Qualität durch höhere technische Anforderungen sorgen. Diese gehen in vielen Punkten über die einschlägigen Norm DIN EN 15334-4 hinaus. Zu den QGH-Qualitätsanforderungen an WPC-Dielen zählen unter anderem:

  • Mindestens 50 % Holzanteil (trocken) im Kernmaterial, ausschließlich aus nachhaltiger Forstwirtschaft, nachgewiesen über FSC- oder PEFC-Zertifikate .
  • Erhöhte Qualitätsanforderungen an Polymerkomponenten, inklusive REACH -Konformität.
  • Anforderungen an den nachhaltigen Anbau sonstiger Naturfasern.
  • Verpflichtung, die Rücknahme für gebrauchte Dielen aus der eigenen Produktion anzubieten und diese bei technischer Eignung zur Produktion neuer Dielen einzusetzen.

Die Güte- und Prüfbestimmungen enthalten auch zahlreiche Grenzwerte zu Punkten wie etwa Biegefestigkeit, Kriechverhalten, Schlagbeständigkeit, Dauerhaftigkeit, Wasseraufnahme, Quellverhalten, Farbstabilität und Rutschhemmung der Dielen.

Michael Mette ist QGH-Obmann für den Qualitätsfachbereich WPC.
Michael Mette ist QGH-Obmann für den Qualitätsfachbereich WPC. (Quelle: QGH)

Die für die einzelnen Anforderungen festgelegten Grenzwerte sind für unterschiedliche Dielenarten gestaffelt definiert und gehen nach QGH-Angaben bis auf wenige Ausnahmen deutlich über die Anforderungen der DIN EN 15334-4 hinaus.

Orientierung für Endkunden

„Das Qualitätszeichen Holzwerkstoffe der QGH stellt sicher, dass nur Produkte, die nachweislich strenge ökologische und technische Anforderungen erfüllen, ausgezeichnet werden“, betont Michael Mette, QGH-Obmann für den Qualitätsfachbereich WPC. „Es bietet Endkunden eine klare Orientierung beim Kauf und ist ein starkes Qualitätsversprechen der heimischen Hersteller innerhalb der Branche.“

Die QGH setzt bei der Qualitätssicherung auf eine Kombination aus Eigen- und Fremdüberwachung. Die Hersteller selbst müssen mindestens zweimal täglich werkseigene Prüfungen vieler WPC-Eigenschaften durchführen und die Ergebnisse dokumentieren. Alle drei Jahre ist zudem eine Fremdüberwachung durch ein akkreditiertes Prüfinstitut vorgeschrieben.

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zuletzt editiert am 19. Februar 2026