Das Goerzwerk in Berlin-Lichterfelde, Heimat von rund 110 Unternehmen und Dienstleistern. Im erleuchteten Erdgeschoss befindet sich die neue Werkstatt der BWB. (Quelle: Brigida González)
Ein historisches Industriegebäude nutzbar zu machen, birgt verschiedene Herausforderungen. Das Goerzwerk in Berlin ist ein gelungenes Beispiel, in dem sich eine bunte Mischung aus produzierenden Unternehmen, Handel und Dienstleistern etabliert hat. Eine frei gewordene Erdgeschossfläche wurde nachträglich ausgebaut und dabei besonderer Wert auf die Akustik-Maßnahmen gelegt.
Ein akzentuierter Mittelgang erschließt die fast 100 Meter lange Werkstatt. Die notwendigen Nebenräume sind in einem eingestellten Raumkörper zusammengefasst. (Quelle: Brigida González)
Für die Arbeitsplätze wünschte sich der Bauherr ein möglichst offenes und flexibles Raumkonzept mit minimalen Eingriffen in die bauliche Substanz. Die Akustikplatten wurden zwischen die gelochten Stahlbetonunterzüge des denkmalgeschützten Altbaus eingepasst. (Quelle: Brigida González)
Die hellen Arbeitsplätze werden durch Raumteiler zoniert. Identitätsstiftend wirken die großen Digitaldrucke mit Motiven aus den jeweiligen Arbeitsbereichen. Die Nutzer freuen sich über die ruhige Arbeitsatmosphäre. (Quelle: Brigida González)
Auch in der Kantine kamen „Heradesign superfine“-Akustikplatten von Knauf AMF zum Einsatz. Die Abhängung der Korbleuchten erfolgt nahezu unsichtbar innerhalb der Unterkonstruktion der Deckenpaneele. (Quelle: Brigida González)
Die grauweiß eingefärbten Akustikplatten verbinden sich mit dem weiß gestrichenen Bestand, dem dunklen Gussasphalt und den schwarzen Einbauten zu einem harmonischen Farbkonzept. (Quelle: Brigida González)
Die Unterkonstruktion der Akustikplatten im Detail. (Quelle: Berlin.Interior)
Die montierten Akustikplatten. (Quelle: Berlin.Interior)
2015 erwarb der Investor Silvio Schobinger gemeinsam mit seinem Bruder Mario den Komplex, der seither unter dem Namen „Goerzwerk“ firmiert und inzwischen rund 110 Unternehmen und Dienstleister beherbergt. Langjähriger Mieter sind die Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung (BWB). Durch den Auszug eines Herstellers von Sicherheitstechnik ergab sich für die BWB die Chance, die frei gewordenen Flächen zusätzlich zu mieten und in der dort eingerichteten Werkstatt rund 100 neue, ebenerdig zugängliche Arbeitsplätze zu schaffen.
Der ausführliche Objektbericht ist in unserer Fachzeitschrift BaustoffWissen, Ausgabe 1/2020 erschienen.