Ein Stapel von Furnierschichtholz-Platten in einer Lagerhalle, bereit zur Weiterverarbeitung.
Die 3 mm starken Furnierlagen – insbesondere die Querlagen – gewährleisten dauerhaft gerade und maßhaltige Bauteile. (Quelle: Metsä Wood / Brüninghoff)

Plus 2026-01-22T08:00:00Z Schwelle und Rähm aus Furnierschichtholz

Metsä Wood präsentiert neue Furnierschichtholzbretter, die nach Angaben des Herstellers einen Qualitätssprung im Holzrahmenbau darstellen – insbesondere bei der Erstellung von Schwelle und Rähm in Holzständerwerken. Der spezielle 3-mm-Lagenaufbau des Produkts „Schwelle und Rähm aus Kerto L“ ermöglicht eine besonders schlanke Bauweise, die sich gleichwohl auch für tragende Holzrahmenbauwände eignet.

Als Schwelle und Rähm bezeichnet man im Holzrahmenbau die horizontalen Elemente, die zusammen mit den vertikalen Ständern das Tragwerk bilden. Die Schwelle ist der unterste Balken, der Rähm dagegen das obere Element, das ein Stockwerk abschließt und oft als Auflager für Deckenbalken oder Sparren dient. Diese horizontalen Bauteile werden im modernen Holzbau bisher meist aus Konstruktionsvollholz (KVH) oder aus Brettschichtholz (BSH) hergestellt. Der auch in Deutschland aktive finnische Anbieter Metsä Wood bietet nun eine Alternative: Schwelle und Rähm aus Furnierschichtholz der Marke „Kerto L“.

Homogenes Material mit Querlagen

Das brettförmige Bauteil „Schwelle und Rähm aus Kerto L“ ist laut Hersteller ein besonders gerades und maßhaltiges Bauteil, das mit seinem feinen Drei-Millimeter-Lagenaufbau und den integrierten Querlagen für eine hohe Formstabilität sorgt. Auch bei sehr kleinen oder sehr großen Dimensionen ist das Material ausgesprochen gerade. Das erleichtert nach Metsä-Angaben die Herstellung von tragenden und nicht tragenden Holzrahmenwänden deutlich.

Ein einfacher Holzrahmen aus hellem Furnierschichtholz, der aufrecht steht und von oben betrachtet wird.
Holzverarbeitende Betriebe können aus dem Furnierschichtholz stabile Holzrahmentragwerke bauen. (Quelle: Metsä Wood)

Metsä Wood liefert das Material an holzverarbeitende Betriebe, die daraus Holzrahmentragwerke herstellen. Durch den besonderen Lagenaufbau von Kerto L reduziert sich der Materialeinsatz nach Herstellerangaben im Vergleich zu herkömmlichen Schwellen um bis zu 50 %. Das geringere Gewicht erleichtert das Handling und ermöglicht eine mühelosere Verarbeitung. Der schlankere Aufbau benötigt auch kürzere Verbindungsmittel – ohne Kompromisse bei Tragfähigkeit und Steifigkeit. Ein weiterer Vorteil von Kerto L ist die geringe Holzfeuchte. Sie sorgt dafür, dass das Produkt später nicht schwindet oder sich verformt, da es nicht nachtrocknet.

Kerto L ist ein homogenes Material, das sich beim Sägen, Fräsen oder Verschrauben stets gleichmäßig verhält. Unerwartete Spannungen treten nicht auf. Schrauben und Nägel können dank der Querlagen und Materialhomogenität näher am Rand platziert werden, ohne dass das Bauteil aufplatzt oder reißt.

Qualitätssprung im Holzrahmenbau

„Kein anderes übliches Holzprodukt für den Holzrahmenbau ist gerader und schlanker als Kerto LVL – zudem ist es robust und schwindet nicht“, betont Moritz Burk (Kerto Offsite Manager). „Dies führt zu einem deutlichen Qualitätssprung sowohl in der Produktion als auch im Endergebnis. Wir sind davon überzeugt, dass der Holzrahmenbau mit Kerto LVL die Bauweise der Zukunft ist.“

Für die Ausführung von Schwellen empfiehlt der Hersteller eine Querschnittsstärke im Bereich von 33–57 mm. Wobei sich 45 mm in der Praxis als besonders vorteilhaft erwiesen habe, denn dieses Maß entspricht den Anforderungen vieler innovativer Verbindungsmittel.

Selbst bei einer zusätzlichen Einfräsung von 5–10 mm für Pfosten bleibt bei einer Stärke von 45 mm eine ausreichende Restquerschnittsfläche erhalten, um die statische Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten.

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zuletzt editiert am 16. Januar 2026
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