Der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel hat seine Marktstatistik zum WDVS- und Trockenmörtel-Absatz im Jahr 2025 vorgestellt. In beiden Produktsegmenten gab es ein Minus von etwa 7 %.
Die aktuelle Jahresstatistik wurde am 24. April auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Verbandes für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) vorgestellt. Der Industrieverband repräsentiert die führenden Hersteller von Fassaden- und Innendämmsystemen, Außen- und Innenputzen, Mauermörtel, Estrichen und Bodensystemen. Die Absatzstatistik entstand wie immer in Zusammenarbeit mit der B+L Marktdaten GmbH.
Wärmedämm-Verbundsysteme
Mit einem Rückgang von 7,1 % im Vergleich zum Vorjahr sank der Absatz von Wärmedämm-Verbundsystemen ( WDVS ) 2025 in ähnlicher Größenordnung wie bereits 2024 (–8,2 %). Trotz des insgesamt starken Rückgangs ist beim Blick auf die einzelnen Quartale immerhin eine Abschwächung des Negativ-Trends zu beobachten: Nach –13,9 % (Quartal 1) und –7,9 % (Q2) verringerte sich das Minus über –4,7% (Q3) auf zuletzt nur noch –2,7% (Q4).

Einen Grund zur Entwarnung sieht der VDPM in dieser Abschwächung gleichwohl nicht. WDVS verzeichne in 2025 das dritte Jahr in Folge deutliche Absatzverluste. Zwischen 2022 (35,9 Mio. m²) und 2025 (25,9 Mio. m²) hat der Markt etwa 10 Mio. m² verloren.
Ein wesentlicher Treiber für die rückläufige Entwicklung war laut B+L der schwache Neubau, der – ausgelöst durch steigende Zinsen und hohe Baukosten – die gesamte Bauzulieferindustrie seit Ende 2022 belastet. Auch aus der Renovierung habe es im Berichtszeitraum keine positiven Impulse gegeben. Ein Grund dafür sei die anhaltende allgemeine Verunsicherung, die sowohl bei privaten wie auch gewerblichen Investoren für Zurückhaltung gesorgt habe.
Die aktuell zur Mitgliederversammlung von B+L gelieferten WDVS-Marktdaten für das erste Quartal 2026 sehen auch nicht gerade rosig aus. Die ersten drei Monate 2026 waren mit 4,6 Mio. m² WDVS-Absatz das schwächste (erste) Quartal seit 2020. Das Minus gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres lag bei 5,1 %.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet B+L aber endlich mal wieder ein Absatzplus auf insgesamt 26,4 Mio. m² (2025: 25,9 Mio. m²). Die Absatzprognose für das gesamte Jahr hat das Marktforschungsinstitut gleichwohl von ursprünglich +2,5 % auf nur noch +1,6 % nach unten korrigiert – unter anderem wegen des Iran-Kriegs und seiner Folgen für die Material- und Energiepreise.
Trockenmörtel
Eine ähnliche Entwicklung wie bei WDVS gab es auch beim Trockenmörtel . Der sich aus sieben Produktgruppen zusammensetzende Gesamtmarkt schrumpfte 2025 auf 5,8 Mio. Tonnen, was gegenüber 2024 (6,2 Mio. Tonnen) einem Minus von 7 % entspricht. Verglichen mit den beiden Vorjahresbilanzen, die jeweils mehr als 14 % Rückgang aufwiesen, konnte der Negativ-Wert 2025 immerhin halbiert werden.

Schwächstes Quartal 2025 war wie bei WDVS das erste Quartal Q1 (–12,3 %), danach reduzierte sich das Minus über –7,8 % (Q2) und –4,6 % (Q3) auf „nur“ noch –2,9 % in Q4. Die Gründe für diese Entwicklung entsprechen im Wesentlichen denen bei WDVS.
Die Trockenmörtel-Marktdaten für das erste Quartal 2026 zeigen einen Rückgang gegenüber dem Vergleichsquartal 2025 auf 1,2 Mio. Tonnen, was einem Minus von 1,7 % entspricht. Für den weiteren Jahresverlauf 2026 prognostiziert B+L einen Zuwachs auf 5,9 Mio. Tonnen nach 5,8 Mio. Tonnen im Vorjahr. Das bedeutet ein Plus von 2 %, wobei die ursprüngliche Prognose bei +3,6% gelegen hatte.
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