Das Haus, das in der Nähe des Phoenix-Sees in Dortmund-Hörde gebaut wurde, steht auf den Fundamenten eines Bunkers. (Quelle: Hans-Jürgen Landes)

Objektberichte 2019-10-01T04:00:27Z Wohnen auf einem Bunker

Wohnen auf geschichtsträchtigem Boden: Auf dem Grundstück eines ehemaligen Luftschutzbunkers in Dortmund-Hörde entstand ein modernes Backstein-Wohnhaus, in direkter Nähe zum Naherholungsgebiet Phoenix-See.

Gut zu erkennen: die große Fensteranlage. (Quelle: Hans-Jürgen Landes)
Die Fassade des Wohnhauses ist mit Kohlebrand-Klinkern ausgeführt. Aufgrund der Unregelmäßigkeit des Klinkers changiert der äußere Eindruck des Gebäudes je nach Lichtverhältnissen und Sonneneinfall. (Quelle: Hans-Jürgen Landes)
Die Eckfenster ragen aus der Fassade heraus. (Quelle: Hans-Jürgen Landes)
Obwohl die Technik des Gebäudes auf ein Minimum beschränkt werden sollte, wurde eine Be- und Entlüftungsanlage eingebaut. (Quelle: Hans-Jürgen Landes)
Eine einfache Gasbrennwerttherme und ein kleines Solarpaneel auf dem Dach sorgen für Wärme und Warmwasser in dem gut gedämmten Haus. (Quelle: Hans-Jürgen Landes)
Im Sommer vergrößert sich der Wohnbereich durch den Patio. (Quelle: Hans-Jürgen Landes)

Das Areal, auf dem dieses Einfamilienhaus steht, kann mit Fug und Recht als historisch aufgeladen bezeichnet werden. Hier haben sich Menschen vor den Bomben des Zweiten Weltkriegs zu schützen versucht. Hier wurde vor über 75 Jahren unter der Erde massiver Beton verbaut. Der Tiefbunker bot einst 138 Sitzplätze und wurde eigens für Werksdirektoren und höhere Angestellte des nahe gelegenen Stahlwerks Phoenix-Ost gebaut. Ein besonderer Ort also, auf dem das Büro Schamp & Schmalöer Architekten Stadtplaner im Jahr 2015 ein architektonisch ambitioniertes Wohnhaus errichtete. Aber nicht nur die bewegte Geschichte macht das Grundstück für das Einfamilienhaus besonders, es befindet sich außerdem in unmittelbarer Nähe des Phoenix-Sees im ehemals industriell geprägten, inzwischen sehr angesagten Dortmunder Stadtteil Hörde.

Der ausführliche Objektbericht ist in unserer Fachzeitschrift BaustoffWissen, Ausgabe 10/19 erschienen.

zuletzt editiert am 21. Mai 2024