Ein großer Baumstamm am Ufer eines Sees, umgeben von herbstlichem Laub und Bäumen im Hintergrund.
Die Verbände fordern, Holz künftig vorrangig stofflich zu nutzen. (Quelle: Pixabay)

Aktuell 2026-03-30T07:00:00Z Appell zur Holznutzung

In einem gemeinsamen Appell an die Politik fordern der Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Verband der Holzwerkstoff- und Innentürenindustrie (VHI) sowie der Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackungen (HPE) klare politische Leitplanken für eine nachhaltige Nutzung des Rohstoffs Holz. Dieser sollte vorrangig für stoffliche Produkte genutzt werden anstatt zum Heizen.

„Holz ist ein nachwachsender, aber kein unendlich verfügbarer Rohstoff“, schreiben der Naturschutzbund und die beiden Industrieverbände in ihrem gemeinsamen Appell, der hier als kostenloses PDF verfügbar ist. Dennoch werde in Deutschland rund die Hälfte des anfallenden Holzes verbrannt – etwa in Heizkraftwerken oder Heizungen. Im Zuge der Energiewende werde die Nachfrage nach dem Holzbrennstoffen voraussichtlich weiter steigen. Die möglichen Folgen für den Rohstoff Holz sehen die drei Verbände mit Sorge.

Forderung nach politischen Leitplanken

In ihrem Appell fordern NABU, VHI und HPE daher klare politische Leitplanken auf nationaler und europäischer Ebene für eine nachhaltige Nutzung des Rohstoffs Holz . Dieser müsse primär für hochwertige und effiziente Produkte genutzt und nach deren Lebensende so lange wie möglich in Wertschöpfungs-Kaskaden wiederverwendet werden.

Ziel der geforderten politischen Leitplanken müsse es sein, Nutzungskonflikte zu vermeiden und Holz künftig seltener direkt zu verbrennen, sondern vorrangig stofflich einzusetzen – etwa im Bau, in Möbeln, in Verpackungen oder in anderen Holzprodukten. Nur so könne der Rohstoff möglichst lange Kohlenstoff speichern, also den Klimaschutzeffekt verlängern (idealerweise über mehrere Kreisläufe hinweg) und gleichzeitig Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung in Deutschland sichern.

Zum Thema Heizen mit Holz schreiben die Verbände in ihrem Appell wörtlich: „Holzenergie mag in spezifischen Konstellationen einen begrenzten Beitrag leisten – etwa in lokalen Absatzmärkten des Kleinprivatwaldes. Der großmaßstäbliche Ausbau der Holzenergie würde jedoch bei begrenztem klimapolitischem und volkswirtschaftlichem Nutzen die jeweilige regionale nachhaltige Holzverfügbarkeit schnell übersteigen.

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zuletzt editiert am 27. März 2026