Wohnungsbau in Deutschland (Quelle: Pixabay)

Panorama 2024-03-27T14:05:26.608Z Fehlende Sozialwohnungen in Deutschland

Eine kürzlich veröffentlichte Wohnungsmarkt-Studie des Pestel-Instituts zeigt, dass Bund und Länder in Deutschland über viele Jahre hinweg die Förderung von Sozialwohnungen stark vernachlässigt haben. Die Forscher berechnen, dass derzeit bundesweit mehr als 910.000 Sozialwohnungen fehlen.

Die Studie mit dem Titel „Bauen und Wohnen 2024 in Deutschland“ wurde von einem Bündnis namens „Soziales Wohnen“ in Auftrag gegeben. Der Mangel ist das Ergebnis jahrzehntelanger Vernachlässigung der Förderung seitens Bund und Länder. Die Studie unterstreicht, dass diese Vernachlässigung wirtschaftlich kontraproduktiv ist. Obwohl der Staat durch die fehlende Unterstützung für den sozialen Wohnungsbau zunächst Geld zu sparen scheint, führt dies zu höheren Ausgaben für Sozialleistungen, da bedürftige Personen, die keinen Zugang zu Sozialwohnungen haben, finanziell unterstützt werden müssen.

Um diesem Problem entgegenzuwirken, fordert das Pestel-Institut eine verstärkte staatliche Investition in den sozialen Wohnungsbau. Konkret schlägt das Institut vor, dass Bund und Länder sofort 50 Mrd. Euro für die Förderung von sozialem Wohnraum bereitstellen sollten. Das Bündnis „Soziales Wohnen“ unterstützt diese Forderung und betont die Notwendigkeit, den sozialen Wohnungsbau als langfristige gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu etablieren.

Obwohl die aktuelle Bundesregierung im Jahr 2023 einige Schritte unternommen hat, um den sozialen Wohnungsbau zu fördern, bleibt das Ziel von jährlich 100.000 neuen Sozialwohnungen weitgehend unerreicht. Die Bundesmittel für den sozialen Wohnungsbau sollen jedoch in den kommenden Jahren erhöht werden, wobei der Bund den Ländern bis 2027 insgesamt 18,15 Mrd. Euro zur Verfügung stellen wird.

Ausführlichere Informationen zu dem Thema finden Sie hier:

Neue Studie zu Sozialwohnungen (baustoffwissen.de)

zuletzt editiert am 27. März 2024
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