Knauf und der Partner BSR Ingolstadt haben den Standort für eine neue Gipsrecycling-Anlage bekannt gegeben. In der mittelfränkischen Marktgemeinde Neuhof an der Zenn wollen die beiden Familienunternehmen noch diesen Sommer den Spatenstich für die Anlage tätigen. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2027 geplant.
Die Umsetzung der Joint-Venture-Pläne der Gebr. Knauf KG (Iphofen) und der BSR Bodensanierung Recycling GmbH (Spezialist für Boden- und Baustoffrecycling) in Neuhof an der Zenn (knapp 40 km westlich von Nürnberg) ist gesichert, seit der dortige Gemeinderat dem Vorhaben am 19. Januar einstimmig zugestimmt hat. Nach der Inbetriebnahme Anfang 2027 sollen in Neuhof gipsbasierte Materialien aus Rückbau- und Sanierungsmaßnahmen so aufbereitet werden, dass sie in den rund 50 km entfernten Werken der Knauf-Gruppe wieder in die Produktion von Gipskartonplatten einfließen können.
Regionaler Rohstoffkreislauf
„Wir schließen den regionalen Rohstoffkreislauf“, sagt Martin Brown, Geschäftsführer Knauf Recycling Holding. „Der bayerische Recyclinggips aus Neuhof wird eine wichtige Ergänzung zum Naturgipsabbau werden. Mit dieser langfristigen Strategie bleiben Arbeitsplätze in der Region, während sich Kunden weiter auf Knauf-Produkte für nachhaltiges und erschwingliches Bauen verlassen können.“
„Gips ist ein Baustoff, der sich bei entsprechender Qualität endlos wiederverwenden lässt“, ergänzt BSR-Geschäftsführer Maximilian Hammer. „Mit der neuen Anlage schaffen wir die Voraussetzungen, gipsbasierte Materialien hochwertig aufzubereiten und wieder in den Rohstoffkreislauf zurückzuführen.“ BSR verfügt über Erfahrungen im Betrieb von Recyclinganlagen inklusive der Sammlung von Gipsabfällen und wird die Anlage betreiben. Knauf wird seine Expertise in der Verarbeitung von Recyclinggips in das gemeinsame Joint Venture Bayerische Gipsrecycling GmbH (BGR) einbringen.
Nach der Zustimmung des Gemeinderates äußerte sich auch Claudia Wust, erste Bürgermeisterin des Marktes Neuhof an der Zenn, zufrieden: „Als Gemeinde war es uns wichtig, dass ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Stabilität Hand in Hand gehen. Die geplante Anlage tut genau das: Sie schont Ressourcen, reduziert Emissionen und vermeidet Deponierung – und gleichzeitig stärkt sie unseren Standort ganz konkret. Neue Arbeitsplätze entstehen, regionale Wertschöpfung bleibt vor Ort, und Neuhof an der Zenn übernimmt Verantwortung als Gewerbestandort mit Haltung.“
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