Echte Holzböden verleihen dem Badezimmer eine warme und angenehme Atmosphäre, doch stellt sich die Frage nach ihrer Eignung für Feuchträume. Wasserspritzer, das Aufquellen des Bodens oder gar Fäulnis sind mögliche Bedenken, die jedoch mit der richtigen Holzart und Pflege vermieden werden können. Neben zahlreichen Holzoptik-Bodenbelägen bieten auch hundertprozentige Holzdielen eine Möglichkeit, wenn sie korrekt behandelt werden.
Frank Lipfert von Natural-Farben betont, dass Holzoberflächen im Badezimmer, richtig geölt, gut gegen eindringendes Wasser geschützt sind. Die Gerbsäure im Holz kann jedoch unschöne Flecken verursachen, die durch die zweifache Behandlung mit unterschiedlichen Ölen vermieden werden können. Alternativ zu Öl können auch Holzwachs oder eine Kombination beider Pflegemittel genutzt werden.
Die Möglichkeit, Holzböden im Bad zu lackieren, wird als weniger effektiv beschrieben. Lackierte Böden sind oberflächlich versiegelt, und bei kleinen Defekten kann der Schutz leicht zusammenbrechen. Der Hersteller Natural-Farben bezeichnet lackierte Holzböden im Nassbereich sogar als „völlig ungeeignet“.
Die Pflege von Holzböden erfordert regelmäßige Nachbehandlung, unabhängig davon, ob Öl, Wachs oder eine Kombination verwendet wird. Raumluftfeuchtigkeit und stehendes Wasser sollten vermieden werden, und die Auswahl der Holzart spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Hochwertige, feuchtunempfindliche heimische Hölzer oder nachhaltige Tropenhölzer werden empfohlen.
Sowohl Massivholzböden als auch Mehrschichtparkett eignen sich für das Badezimmer, vorausgesetzt, es werden geeignete Hölzer verwendet und die richtige Pflege angewendet. Mehrschichtige Produkte sind oft mit einer Hydrophobierung versehen, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Die Randbereiche aller Parkettarten sollten zusätzlich mit wasserfester Dichtungsmasse verschlossen werden. Holzböden im Bad erfordern zwar Aufmerksamkeit, können jedoch mit sorgfältiger Pflege und Auswahl geeigneter Materialien eine ansprechende Option sein.
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