Beim Thema Nachhaltigkeit im Bauwesen spielt die Rückbaubarkeit von Konstruktionen eine große Rolle. Denn nur wenn sich alle Bauteile wieder lösen und separieren lassen, ist echte Kreislaufwirtschaft möglich. Das gilt auch für Flachdächer. Um ein Dach einfach zurückzubauen, sind Verbindungen notwendig, die sich schnell lösen lassen.
Der Kreislauf-Gedanke setzt sich auch in der Baubranche zunehmend durch. Schon heute gibt es für unterschiedlichste Gebäudebereiche Konstruktionen, die sich einfach zurückbauen und sortenrein trennen lassen. Auch im Dachbau gewinnt dieser Aspekt eine immer größere Bedeutung. Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten ist oftmals bereits in der Finanzierungsphase des Gebäudes gefordert. Es ist daher zu erwarten, dass sich Dachdecker in Zukunft stärker auf sortenreine, rückbaubare Dachaufbauten spezialisieren werden.
Einfach dran und wieder ab
Das klassische Steildach mit seinen jederzeit wieder abdeckbaren Dachziegeln oder Dachsteinen steht in Sachen Kreislaufwirtschaft ohnehin gut da. Beim klassischen Flachdach mit seinem Dachschichtenpaket aus – von oben betrachtet – Abdichtung, Dämmstoff und Dampfsperre ist das nicht immer der Fall. Aber doch zunehmend: Die Nachfrage nach einer rückbaubaren Konstruktion wird jedenfalls auch auf dem Flachdach immer häufiger.

Bereits gut aufgestellt für die neue Welt der Kreislaufwirtschaft auf dem Flachdach ist der Schweizer Befestigungsspezialist SFS, der auch eine deutsche Niederlassung im hessischen Oberursel betreibt. Die SFS-Befestigungssysteme für den Bereich der mechanischen Flachdachbefestigung sind nämlich durchweg geeignet für den Rückbau. Um eine bessere Transparenz und Messbarkeit der Umwelteinwirkungen seiner Produkte gewährleisten zu können, hat SFS zudem für alle Flachdach-Befestigungslösungen Umwelt-Produktdeklaration ( EPDs ) erstellen lassen.
System „Isoweld“
Ein Beispiel ist das Feldbefestigungssystem „Isoweld“ von SFS, das zur sicheren Befestigung von Wärmedämmung und Abdichtung auf dem Flachdach dient. Hier wird die Dachbahn auf der Dämmlage durch Induktionsschweißen befestigt. Dieser Vorgang erfolgt durchdringungsfrei und ohne zusätzliche Fixierung der Wärmedämmung. Die Befestigung der Dämmung auf dem Dach erfolgt über Dämmstoffdübel, wobei der Befestiger mit der passenden Kunststoff-Tülle durch die Wärmedämmschicht verschraubt wird.
Soll das Dach im Zuge einer Sanierung oder eines Abrisses rückgebaut werden, lassen sich die Schritte zur Montage einfach umkehren und die Konstruktion lässt sich unkompliziert wieder lösen. „Auch bei allen anderen Befestigungssystemen von SFS lassen sich sämtliche Schichtlagen sauber voneinander trennen“, sagt Michael Weis, Leiter Anwendungstechnik bei SFS. „So kann man sagen, dass unsere Produkte für einen schnellen und einfachen Rückbau sorgen“.
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