Der Schweizer Hersteller Swisspearl bietet seine Fassadenplatten in Deutschland nun auch zusammen mit passenden Photovoltaik-Modulen an. Das „Sunskin Facade“-System gibt es in zwei Varianten. Beide beinhalten Solarmodule und passende Ergänzungsplatten aus Faserzement, die in zehn verschiedenen Farben lieferbar sind.
Strom mit PV-Modulen auf dem Dach zu erzeugen, ist längst zur Selbstverständlichkeit geworden und vielerorts im Neubau gesetzlich vorgeschrieben. Etwas weniger bekannt ist, dass Sonnenstrom auch an der Fassade in großem Umfang zu gewinnen ist. Swisspearl hat in diesem Zusammenhang nun die Systeme „Sunskin Facade Lap“ und „Sunskin Facade Flat“ in den deutschen Markt eingeführt. Beide Fassadensysteme schützen Gebäude wie eine klassische vorgehängte hinterlüftete Fassade ( VHF ) zuverlässig vor Wind und Wetter.
Zwei Systemvarianten
Beim System „Sunskin Facade Lap“ werden PV-Module und Ergänzungsplatten mit einer leichten, kaum sichtbaren Überlappung montiert. Das System „Sunskin Facade Flat“ dagegen ermöglicht komplett planebene Fassaden ohne Überlappungen. Dafür werden die Module ebenso wie die Faserzement -Ergänzungsplatten mit von vorne unsichtbaren Befestigungsmitteln des Systems „Swisspearl Sigma 8 Pro“ versehen. Diese Befestiger sind auf der Rückseite der Elemente fixiert und werden in eine Unterkonstruktion eingehängt.

Je nach Standort, Ausrichtung, Einstrahlwinkel der Sonne und Farbgebung können die Module Spitzenleistungen von bis zu 200 Wp (Watt Peak) pro Quadratmeter erreichen. Je dunkler der Farbton, desto höher die Leistung des Moduls. Schwarze PV-Module erreichen den höchsten Wirkungsgrad. Lieferbar sind die Module in drei Standardgrößen und auf Anfrage auch in Sondermaßen.
Die Glas-Glas-Module für „Sunskin“-Systeme werden aus getemperten, 4 mm starken Sicherheitsglasscheiben gefertigt. Diese sind widerstandsfähiger als herkömmliche Glas-Folien-Module. Sie erreichen die höchste Hagelwiderstandsklasse HW5. Für den hohen Energieertrag sorgen monokristalline „TOPCon“-Halbzellen. TOPCon steht für „Tunnel Oxide Passivated Contact“ – eine vom Fraunhofer ISE entwickelte Solarzellen-Technologie, bei der eine sehr dünne Oxidschicht Ladungsträgerverluste minimiert und somit den Wirkungsgrad erhöht.
Innovative Farbtechnologie
Für die verschiedenen Farben der Solarmodule werden bei beiden Systemvarianten transluzente Farben vollflächig auf der Innenseite des Frontglases aufgebracht. Dies geschieht während der Glasherstellung, noch bevor dieses ausgehärtet ist. Beim anschließenden thermischen Vorspannen (Härten) verschmilzt die Farbe dauerhaft mit dem Glas, was für hohe Beständigkeit und Farbkonstanz sorgt.

Die nicht-keramischen Farben sind frei von Cadmium und Schwermetallen – ein wichtiger Aspekt, der ein bedenkenloses Recycling am Ende der Lebensdauer möglich macht. Die Farben sorgen für eine nicht deckende, gleichmäßige und intensive Farbigkeit des Photovoltaik-Glases – bei gleichzeitig hoher Lichtdurchlässigkeit und Effizienz. Da sich die Farben hervorragend mischen lassen, sind übrigens auch individuelle Fassadengestaltungen möglich. Laut Swisspearl kann jede Farbe jederzeit reproduziert werden.
Die Farbangleichung der Ergänzungsplatten an die Solarmodule erfolgt im Farblabor von Swisspearl. So können Fassadenbereiche, die sich aufgrund von Verschattung oder anderen Gegebenheiten nicht für die Energiegewinnung eignen, mit farblich abgestimmten Faserzementplatten gestaltet werden.
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