Bei einem Sanierungsprojekt in Finnland hat der Balkonverglasungsspezialist Lumon erstmals ein Balkongeländer eingesetzt, bei dem Photovoltaik-Module zwischen den Glasschichten integriert sind. Die neue Technologie kombiniert die Vorteile von Solarstromgewinnung mit einem ästhetisch ansprechenden Glasgeländer.
Gebäudeintegrierte Photovoltaiklösungen rücken zunehmend in den Fokus von Architekten, Investoren und Wohnungsbaugesellschaften – sowohl im Neubau als auch bei Bestandsgebäuden. Vor diesem Hintergrund hat Lumon nun in Finnland das erste Sanierungsprojekt mit dem neuen Produkt „eRailing“ abgeschlossen. Dabei handelt es sich um ein herkömmliches Lumon-Glasgeländer für Balkone , das um speziell angefertigte Solarpaneele ergänzt wurde.
Dezente Integration
Das System setzt auf eine dezente Integration der Photovoltaik in das Geländer. Die Solarzellen sind fast unsichtbar zwischen den Glasschichten verbaut und dadurch zuverlässig vor Witterungseinflüssen geschützt. Kabel und Anschlüsse verschwinden hinter einem Abdeckprofil unter dem Handlauf, sodass sich das Geländer harmonisch in die Fassadengestaltung einfügt und keine technischen Komponenten sichtbar bleiben.

Die einzelnen Geländer-Elemente sind modular konzipiert und lassen sich flexibel an unterschiedliche Balkonformen und -größen anpassen. Optisch steht das Produkt derzeit in den Farben Schwarz (RAL 9005) und Grau (RAL 7040) zur Verfügung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Balkonkraftwerken bleibt die volle Nutzfläche des Balkons erhalten, die „eingeglasten“ PV-Module erfordern keine Kompromisse bei Ästhetik oder Funktionalität.
Durch die gut geschützte Integration in das Glasgeländer ändert sich zudem nichts beim Thema Windlast und Gebäudesicherheit. Auch ist das eRailing im Vergleich zu konventionellen Glasgeländern kaum dicker, und die Wartung der witterungsgeschützten Paneele ist unkompliziert. Die Installation erfüllt die gleichen genehmigungsrechtlichen Anforderungen wie klassische Geländer.
Solarstrom für Mehrfamilienhäuser
Nach Angaben von Lumon kann ein 6 m langes eRailing bei optimaler Südausrichtung und nordeuropäischen Standortbedingungen jährlich bis zu 622 Kilowattstunden elektrische Energie liefern. Das entspricht rund 35 % des durchschnittlichen Jahresverbrauchs einer Wohnung im Mehrfamilienhaus.
Die Stromeinspeisung erfolgt über einen bauseitig gestellten Wechselrichter. Die Entscheidung, ob der erzeugte Strom nur in einzelnen Wohnungen oder im gesamten Gebäude genutzt wird, liegt beim Bauherrn. Die elektrische Verschaltung und die Positionierung des Wechselrichters lassen sich individuell vom Elektrofachbetrieb planen, üblicherweise so nah wie möglich am Geländer.
Die in Leinfelden-Echterdingen ansässige Lumon Deutschland GmbH ist Teil der finnischen Lumon-Gruppe. Dabei handelt es sich um ein internationales Familienunternehmen, das sich selbst als Pionier für rahmenlose Balkon- und Terrassenverglasungen sowie Ganzglas-Geländer bezeichnet. 1978 im finnischen Outokumpu gegründet und seit über 25 Jahren in Deutschland tätig, gehört Lumon heute zu den Marktführern im Bereich der Balkonverglasung und ist weltweit in über 20 Ländern mit mehr als 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktiv.
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