Der Fachverband vorgehängte hinterlüftete Fassade (FVHF) hat erstmals sein neues Gütezeichen an ausführende Unternehmen in der VHF-Branche verliehen. Auf der Jahreshauptversammlung des Verbandes Anfang April erhielten acht Unternehmen das Qualitätssiegel in Gold für die Jahre 2025 und 2026.
Mit dem Qualitätssiegel hat der Fachverband nach eigenen Angaben ein neutrales Prüfzeichen eingeführt, das Dienstleistungen für die Montage von vorgehängten hinterlüfteten Fassaden ( VHF ) bewertet. Alle Bewerber würden denselben strengen Bewertungsprozess durchlaufen, unabhängig davon, ob sie Mitglied im FVHF sind oder nicht. Dem FVHF-Qualitätssiegel lägen neutrale und transparente Kriterien nach einem Punktesystem zugrunde, die regelmäßig überprüft werden.
Acht ausgezeichnete Unternehmen
Folgende acht Unternehmen dürfen nun als erste das Q-Siegel führen:
• Aluform Alucobondverarbeitungs-GmbH (Bad Rappenau),
• AS Fassaden GmbH (Gars am Inn),
• DAUME Dach + Fassade GmbH & Co. KG (Ahaus),
• Henke AG (Hagen),
• Schneider Fassaden GmbH & Co. KG (Rheinstetten),
• Schomberg + Co. GmbH (Dortmund),
• S + T Fassaden GmbH (Tessin) und
• WF Bau GmbH (Magdeburg).
FVHF-Geschäftsführer Wolfgang Häußler zog eine zufriedene Bilanz: „Gleich acht Unternehmen haben in der ersten Runde die strengen Anforderungen erfüllt. Das zeigt, welch hohes Qualitätsniveau in der VHF-Branche vorhanden ist.“ Dieses Qualitätsniveau gelte es nun weiterzuentwickeln und in die Breite zu tragen.

Was bedeutet es für die Unternehmen, das Q-Siegel führen zu dürfen? Dazu Frank Mitterlindner von Schneider Fassaden: „Ziel war es, unsere internen Standards mit einem anerkannten Siegel zu unterstreichen, uns mit den Besten der Branche zu messen und zusätzliche Impulse für die Weiterentwicklung unserer Prozesse zu erhalten. Denn bei der VHF ist Vertrauen in die Ausführung entscheidend – und das Siegel schafft Transparenz.“
Vertrauen in die Ausführungsqualität ist auch für Philipp Brüggemann vom Unternehmen Henke entscheidend: „Das Siegel schafft Vertrauen und stärkt unser Profil als verlässlicher Partner. Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir hohe Standards einhalten – nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis.“
Doch die erreichten Qualitätsstandards müssen gesichert und weiterentwickelt werden. An einer exzellenten Ausbildung und stetigen Weiterbildung der Mitarbeitenden führt kein Weg vorbei, darin sind sich alle zertifizierten Unternehmen einig.
Stefan Karnatz von S+T Fassaden weist auf den verstärkten Einsatz digitaler Werkzeuge zur Qualitätssicherung hin. So sei Building Information Modeling (BIM) geeignet, „bereits in der Planungsphase die Qualität zu sichern und Fehler zu vermeiden“. Dies sei auch deshalb wichtig, weil die Anforderungen an umweltgerechtes Bauen und ressourcenschonende Verfahren steigen und damit neue Qualitätskriterien entstehen.
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