Eine Gruppe von sechs Personen steht zusammen und hält einen großen Holzblock.
Gründungsteam von Triqbriq Österreich – mit den Co-Gründern Lukas Reihs (Mitte), Norbert Keßler (2.v.l.) und Matthias Strolz (2.v.r.), sowie Geschäftsführerin Julia Reihs (3.v.l.). (Quelle: TRIQBRIQ AT)

2026-03-16T08:00:00Z TRIQBRIQ startet in Österreich

Die deutsche Triqbriq AG will mit ihrem Holzbaustein-System künftig auch in Österreich expandieren und hat zu diesem Zweck die Triqbriq AT GmbH gegründet. Die Produktion am Standort Bludenz in Vorarlberg soll bereits im August starten. Mit der dortigen Ansiedlung positioniert sich Triqbriq bewusst in einer Region mit ausgeprägter Holzbau-Tradition.

„Mit der Gründung von Triqbriq Österreich startet unsere globale Internationalisierung“, sagt Max Wörner, Vorstand der deutschen Triqbriq AG. „Der österreichische Markt ist hierbei aus deutscher Sicht der logische erste Schritt. Wir sind froh, dass wir vor Ort Unternehmer gefunden haben, die Triqbriq Österreich zu einem vollen Erfolg machen werden.“

Die deutsche Triqbriq AG ist als Lizenzgeberin des Bausystems an der Triqbriq AT GmbH beteiligt. Umgekehrt wird sich die österreichische Holding an der deutschen Triqbriq AG beteiligen. Nach der Etablierung des ersten österreichischen Standorts Vorarlberg plant die Holding bis 2030 jährlich einen weiteren regionalen Produktions- und Vertriebsstandort in Österreich aufzubauen. Für den Zeitraum 2027 bis 2029 stehen dabei Salzburg, Niederösterreich und die Steiermark im Fokus.

Patentiertes Holzbaustein-System

Zum Hintergrund: Das Start-up Triqbriq wurde 2021 in Stuttgart gegründet. Ein Jahr später eröffnete das erste Produktionswerk im benachbarten Tübingen. Dort werden seitdem eigens entwickelte und zum Patent angemeldete Holzbausteine hergestellt. Mit diesen „BRIQs“ lassen sich komplette Massivholzwände – auch tragende Außenwände – ganz ohne Mörtel oder Kleber zusammenbauen. Die Holzbausteine werden stattdessen einfach aufeinander gesteckt und über Buchenholzdübel miteinander verriegelt.

Triqbriq fertigt seine Briqs mit Robotertechnik aus kostengünstigem Industrie- und Kalamitätsholz sowie rückgebautem Holz. Die Holzbausteine lassen sich am Ende der Nutzungsphase eines Gebäudes sortenrein entnehmen und vollständig wiederverwenden. „Mich begeistert an Triqbriq besonders, dass hier ökologische Verantwortung und technologische Innovation zusammenkommen“, sagt Julia Reihs, Co-Geschäftsführerin bei Triqbriq Österreich. „Wir zeigen, dass nachhaltiges Bauen nicht Verzicht bedeutet, sondern neue Qualität schafft – für Menschen, Regionen und kommende Generationen.“

Mit der Expansion in Österreich will Triqbriq nicht nur einen interessanten Absatzmarkt mit ausgeprägter Holzbau-Tradition erobern, sondern auch neue Rohstoffquellen erschließen. Rund 50 % der Holzentnahme in österreichischen Wäldern entfällt auf Schad- und Schwachholz. Zusätzlich entstehen auch im herkömmlichen Holzeinschnitt und bei Durchforstungen Rundhölzer verschiedenster Qualitäten, Längen und Durchmesser. Diese Ressourcen konnten bislang nur eingeschränkt im Bau eingesetzt werden. Mit dem patentierten Triqbriq-System soll sich das ändern.

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zuletzt editiert am 16. März 2026