Ein Forderungspapier an die neue Bundesregierung vor einem modernen Gebäude.
Das Forderungspapier wurde gemeinsam von vier Branchenverbänden veröffentlicht. (Quelle: VDPM)

Aktuell 2025-03-17T08:00:00Z Verbände fordern mehr Modernisierung

In einem gemeinsamen Papier haben vier Branchenverbände gegenüber der kommenden Bunderegierung schnelle Maßnahmen für eine Wiederbelebung des Bausektors angemahnt. Gefordert wird nicht nur eine langfristig angelegte Wohnungsneubau-Offensive, sondern auch eine deutliche Steigerung der energetischen Modernisierung im Bestand.

„Aufgrund der aktuellen Bau- und Wirtschaftskrise wird es für die kommende Bundesregierung darauf ankommen, gleich zu Beginn der 21. Legislaturperiode die richtigen Weichen für eine Wiederbelebung des Bausektors zu stellen.“ So lautet der erste Satz des Forderungspapier, das der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) zusammen mit dem Bundesverband Ausbau und Fassade, dem Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz und dem Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden-Württemberg letzte Woche an die Politik gerichtet haben.

Argumente für baulichen Wärmeschutz

Konkret verlangen der VDPM und die drei Fachhandwerksverbände, stärkere Anreize zu setzen, damit in die energetische Modernisierung der Gebäudehülle investiert wird. Die steuerliche Abschreibung zu verbessern und für die Verlässlichkeit und Verstetigung einer optimierten Förderung zu sorgen, sollten dabei die ersten Maßnahmen sein.

Das Forderungspapier listet zusätzlich die wichtigsten Argumente für baulichen Wärmeschutz auf, vom sinkenden Energieverbrauch mit entsprechender Kostenersparnis über den Wert- und Komfortzuwachs der Gebäude bis zu den positiven Effekten für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Das Papier im Wortlaut kann man auf der VDPM-Website nachlesen (Direktlink hier ).

„Deutschland befindet sich aktuell immer noch in einer komplexen Baukrise“, sagt VDPM-Hauptgeschäftsführer Lars Jope. „Energetische Modernisierungsmaßnahmen werden weiterhin nicht angegangen beziehungsweise verschoben. Die Neubaunachfrage ist erwartungsgemäß auf einem Tiefpunkt. Um die selbstgesteckten bau- und klimapolitischen Ziele in Deutschland noch erreichen zu können, muss die neue Bundesregierung jetzt schnell handeln.“

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zuletzt editiert am 14. März 2025