Wie unterscheiden sich Baustoffe und Systeme für die Außenwand? Welche Möglichkeiten der Gestaltung gibt es? Was ist beim Einsatz von Putzen zu beachten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt der hundertseitige „Ratgeber rund um die Außenwand“, den der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel nun in vierter Auflage veröffentlicht hat.
Im November 2018 war die dritte Auflage des „Ratgebers rund um die Außenwand“ erschienen. Fast sechs Jahre, in denen es bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen, bei Technik und Baustoffen viele wichtige Änderungen gab. Deshalb hat der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) zusammen mit dem Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW) jetzt eine komplett überarbeitete Neuauflage des Ratgebers erstellt. Dieser steht auf www.vdpm.info als kostenloses PDF zum Download bereit. Man kann ihn aber auch als Printversion über den Verband bestellen.
100-seitiges Nachschlagewerk
Hauptzielgruppe der umfangreichen Broschüre sind Bauherren, Modernisierer und Mieter, die sich informieren wollen. Gleichwohl hat der VDPM die Erfahrung gemacht, dass auch das Fachhandwerk den Ratgeber gerne als Nachschlagewerk nutzt, wenn es um Details zu Wandaufbauten, Wärmedämmung, Putz und die hierfür relevanten Materialien und technischen Vorgaben geht.
Die Broschüre gibt Einblick in Aufbau und Funktionsweise der Außenwand, beleuchtet Kriterien für die Auswahl von Baustoffen und Bauweisen. „Dabei geht es uns um eine möglichst breite Vielfalt an technisch ausgereiften und optisch ansprechenden Lösungen, mit denen sich wohngesunde und energieeffiziente Gebäude realisieren lassen“, betont Antje Hannig, Geschäftsführerin Marketing und Technik des VDPM.
Ein eigenes Kapitel stellt die grundsätzlichen Wege zur Förderung energieeffizienter Maßnahmen vor und verweist auf die einschlägigen Internetseiten, wo der jeweils gültige Stand bei Zuschüssen oder günstigen Krediten und die entsprechenden Kriterien nachzulesen sind.
Neues Kapitel
Komplett neu ist das Kapitel über das Zusammenwirken von Wärmeschutz, Heizungstechnik und erneuerbaren Energien. Die Autoren erläutern, warum ein Gebäude niedertemperaturfähig („NT-ready“) sein sollte und damit vorbereitet für den Einsatz etwa einer Wärmepumpe , die mit Strom aus erneuerbarer Energie betrieben wird. Das funktioniert am besten mit einer gedämmten Gebäudehülle, die Wärmeverluste vermeidet.
Der Ratgeber beschreibt in diesem Zusammenhang die aktuellen Energie- und Effizienzstandards für Neubau und Modernisierung. Dabei geht es vor allem um Details im Gebäudeenergiegesetz ( GEG ), etwa zu den Mindestanforderungen bei den Dämmstoffdicken in Neubauten und Bestandsgebäuden. Fachbegriffe wie Endenergie- und Primärenergiebedarf , Transmissionswärmeverluste, Energieeffizienzklassen und QNG werden verständlich erläutert und in ihrer Bedeutung für Bauherren und Modernisierer eingeordnet.
