Mehrere Wärmepumpen hinter einem Zaun in einem Hinterhof mit Wohngebäuden im Hintergrund.
Das Heizen mit Wärmepumpen wird auch im Bestand zunehmend angenommen. (Quelle: Waterkotte)

Aktuell 2026-05-18T07:00:00Z Update zum Gebäudereport

Die Deutsche Energie-Agentur hat ihren „Gebäudereport 2026“ aktualisiert. Der „Updatebericht April“ integriert neue Marktzahlen. Demnach wurden 2025 in Deutschland erstmals mehr Wärmepumpen als Gasheizungen verkauft. Außerdem gibt es weiterhin eine steigende Nachfrage nach seriellen Sanierungen.

Die Daten für das Jahr 2025 zeigen: Hauseigentümer setzen – auch dank der BEG-Förderung für Einzelmaßnahmen – immer stärker auf Wärme aus erneuerbaren Energien und machen sich damit unabhängiger von schwankenden Gas- und Ölpreisen. Das Update veranschaulicht zudem die wachsende Bedeutung serieller Sanierungen . Nach Einschätzung der Deutschen Energie-Agentur (dena) kommt diesem Ansatz eine zentrale Rolle für die Transformation des Gebäudesektors zu. Der aktualisierte dena-Gebäudereport dokumentiert zudem deutliche Fortschritte bei der kommunalen Wärmeplanung.

Wärmepumpen boomen

Laut Report hat die Wärmepumpe  mittlerweile den größten Marktanteil bei neuen Heizungen in Neubau und Bestand. Etwa die Hälfte aller 2025 verkauften Heizungen waren demnach Wärmepumpen. Ihr Anteil stieg von 27 % im Vorjahr auf 48 %. In absoluten Zahlen handelt es sich dabei um 299.000 Anlagen.

Illustration von Gebäuden in verschiedenen Farben auf dem Cover des DENA-Gebäudereports 2026.
Der Updatebericht enthält die neuesten Marktzahlen. (Quelle: dena)

Gleichzeitig sank der Anteil von Gasheizungen: 2025 machten sie nur noch 44 % der Verkäufe aus – ein deutliches Minus von 33 %. Auch die Förderzahlen der BEG-Einzelmaßnahmen deuten darauf hin, dass der Markthochlauf von Wärmepumpen anhalten dürfte. So entfallen rund 85 % der BEG-Maßnahmen für Wärmeerzeuger auf Wärmepumpen.  Die Zahl der insgesamt geförderten Maßnahmen stieg 2025 mit 537.787 Maßnahmen für Wohngebäude gegenüber dem Vorjahr um 47 %.

„Eigentümerinnen und Eigentümer nehmen die Förderung an und stärken damit den Markthochlauf der Wärmepumpe“, erklärt Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung. „Das Heizen mit Wärmepumpen wird zunehmend angenommen und mit dem seriellen Sanieren steht der nächste Effizienzmarkt vor dem Durchbruch. Das ist notwendig, denn in den vergangenen Jahren ist der Wärme- und Endenergieverbrauch in Gebäuden zwar leicht gesunken, jedoch nicht schnell genug, um die Klimaziele im Gebäudebereich zu erreichen.“

Serielle Sanierungen

Der Updatebericht bestätigt zudem eine weiterhin gute Nachfrage nach seriellen Sanierungen. Im Jahr 2025 lag die Zahl der bewilligten Förderanträge für Projekte mit vorgefertigten Fassadenelementen erneut bei über 1.000. Weil serielles Sanieren bisher oft in Mehrfamilienhäusern angewandt wird, sind das mehr als 6.000 Wohneinheiten. Dies entspricht rund 24 % aller Wohneinheiten, für die eine Förderung mit dem Effizienzstandard EH 40 und EH 55 bewilligt wurde. Nach Schätzungen der dena sind rund 30 % aller Gebäude im Bestand für serielle Sanierungen geeignet.

Mithilfe aktueller Daten dokumentiert der Updatebericht April auch deutliche Fortschritte in der kommunalen Wärmeplanung.  Zum Ende des ersten Quartals 2026 haben rund 56 % der großen Kommunen mit über 100.000 Einwohnenden ihre Wärmeplanung abgeschlossen, 44 % befinden sich im Prozess. Auch mittlere Kommunen sind vorangekommen: 84 % der Städte und Gemeinden mit 10.000 bis 100.000 Einwohnern haben ihre Wärmeplanung begonnen oder abgeschlossen. Bei den kleineren Gemeinden unter 10.000 sind mit 49 % ebenfalls schon knapp die Hälfte im Wärmeplanungsprozess oder haben ihn abgeschlossen.

Baustoff-Fachwissen verständlich erklärt: Jetzt Newsletter abonnieren!

Der BaustoffWissen-Newsletter bringt Sie thematisch immer auf den neuesten Stand. Sie erhalten die Branchen-News dann zwei Mal monatlich.

zuletzt editiert am 13. Mai 2026