Ein modernes Einfamilienhaus aus Klinker mit einer installierten Luft-Wasser-Wärmepumpe im Vorgarten und einer Photovoltaikanlage auf dem Dach bei sonnigem Wetter.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden 195.000 Wärmepumpen verkauft. (Quelle: BWP / Vaillant)

Aktuell 2026-08-31T07:00:00Z Wärmepumpen-Absatz wächst um 40 Prozent

Im ersten Halbjahr 2026 wurden laut Bundesverband Wärmepumpe (BWP) in Deutschland 40 % mehr Wärmepumpen von den Herstellern an Großhändler oder Fachhandwerker abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. In absoluten Zahlen wurden im genannten Zeitraum 195.000 Anlagen verkauft.

Laut Bundesverband Wärmepumpe (BWP) habe sich der Markt in die richtige Richtung entwickelt. „Die gute Entwicklung ist vor allem auf das steigende Bewusstsein der Verbraucher für die Risiken der Wärmeversorgung mit fossilen Energien und gleichzeitig auch auf den großen Erfolg der Bundesförderung für effiziente Gebäude ( BEG ) zurückzuführen“, sagt BWP-Geschäftsführer Dr. Martin Sabel. Damit sich der Trend fortsetzt, bleibe mittelfristig die Entwicklung der Energiepreise ausschlaggebend.

Forderung nach Strompreisentlastung

Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz ( GModG ) unterstützt der Verband grundsätzlich, da es zumindest Klarheit schaffe. „Nun können alle Beteiligten die Kunden zuverlässig beraten und Antworten darauf liefern, wie es weitergeht“, so der BWP-Geschäftsführer. Das stärke auch die Investitionsbereitschaft.

Ein Säulendiagramm zeigt den Absatz von Heizungs-Wärmepumpen für das erste Halbjahr der Jahre 2019 bis 2026, basierend auf Daten der BWP/BDH Absatzstatistik. Das Diagramm verdeutlicht das Wachstum der Absatzzahlen mit einem deutlichen Anstieg bis 2023, einem Rückgang 2024 und einem erneuten starken Anstieg bis 2026.
Die Verkaufszahlen erreichen schon fast wieder das Niveau von 2023. (Quelle: BWP)

Obwohl das GModG den Einbau von Gas- und Ölheizungen wieder zulässt, geht Sabel davon aus, dass sich der Trend zur Wärmepumpe fortsetzt. Denn durch die Verpflichtung, in wachsendem Maße „grüne“ Gase oder Öle einzukaufen ( Biotreppe ), seien mit dem Einbau fossiler Heizungen erhebliche Kostenrisiken verbunden.

Derzeit sorge insbesondere die weltpolitische Lage dafür, dass sich Kunden von fossilen Energieträgern und Abhängigkeiten abwenden – so die BWP-Analyse. Damit dies auch mittelfristig so bleibt, fordert der Verband die Bundesregierung auf, die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zur Entlastung des Strompreises umzusetzen. Vor allem die anvisierte Senkung der Stromsteuer würde der Branche mehr Planungssicherheit für die Zukunft geben, denn Wärmepumpen funktionieren bekanntlich mit Strom.

Dr. Martin Sabel: „Der BWP hält Entlastungen beim Strompreis und eine ambitionierte CO2-Bepreisung auch deshalb für geboten, weil das im Ordnungsrecht gesunkene Ambitionsniveau kompensiert werden muss. Denn Europarecht und Grundgesetz verpflichten auch langfristig zu einem ambitionierten Ausbau erneuerbarer Wärme“.

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zuletzt editiert am 28. August 2026
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